Was Rundtüren im Innenausbau kennzeichnet
Bei Rundtüren ist die Türform nicht rein rechteckig ausgeführt. Die Rundung kann sich auf den oberen Abschluss, auf den gesamten Durchgang oder auf einzelne Bauteile wie Zarge und Verkleidung beziehen. Entscheidend ist, dass sich die Tür an eine gerundete Öffnung anpasst und nicht nur dekorativ auf eine gerade Öffnung aufgesetzt wird. Planung und Fertigung betreffen deshalb stets das Zusammenspiel von Öffnungsform, Beschlagssituation und Einbauraum.
Typische Einbausituationen mit gerundeten Öffnungen
Rundtüren kommen vor allem dort vor, wo vorhandene Wandöffnungen nicht dem rechteckigen Standard entsprechen oder gestalterisch eine weiche Linienführung vorgesehen ist. Das betrifft unter anderem Altbauten, Umbauten mit bestehenden Rundungen sowie Innenräume mit individuellen Ausbaukonzepten. Auch in repräsentativen Bereichen können gerundete Durchgänge Teil der architektonischen Sprache sein. Im Bestand ist dabei oft die genaue Aufnahme der vorhandenen Öffnung ausschlaggebend.
Formen, Materialien und konstruktive Ausführung
Rundtüren werden je nach Projekt mit unterschiedlich stark ausgeprägter Rundung gefertigt. Möglich sind Ausführungen mit gerundetem oberen Abschluss, mit angepasster Zarge oder mit ergänzenden verglasten oder geschlossenen Flächen. Material und Oberfläche richten sich nach dem Innenausbaukonzept, beispielsweise bei Holz, Holzwerkstoffen oder Kombinationen mit Glasanteilen. Weil Form und Anschlag nicht beliebig standardisierbar sind, werden Masse, Radien und Anschlussdetails in der Regel objektspezifisch festgelegt.
Abgrenzung zu anderen Innentüren
Innerhalb der Leistung Innentüren beschreibt Rundtüren in erster Linie die Geometrie der Tür und der Öffnung. Geschwisterleistungen wie Glastüren, glatte Türen oder gestemmte Türen beziehen sich dagegen stärker auf Materialwirkung oder Türblattaufbau. Feuerhemmende, schallhemmende oder schützende Türen definieren vor allem funktionale Anforderungen und nicht die Form. Eine Rundtür kann je nach System mit solchen Eigenschaften kombiniert werden, sofern die konkrete Ausführung dafür geeignet und nachweisbar ist.