Was Kunststofftüren bei Innentüren auszeichnet
Bei Innentüren bezeichnet Kunststofftüren in der Regel Türblätter mit Kunststoffoberflächen oder Konstruktionen mit einem wesentlichen Kunststoffanteil. Die Oberfläche kann geschlossen, strukturiert oder dekorbeschichtet ausgeführt sein. Im Vergleich zu rein lackierten oder furnierten Innentüren stehen bei Kunststofftüren meist Reinigungsfähigkeit, Feuchteunempfindlichkeit der Oberfläche und ein funktionaler Ausbaucharakter im Vordergrund. Welche Eigenschaften im Einzelnen gelten, hängt vom Türblattaufbau, der Kantenlösung und der Zarge ab.
Typische Einsatzbereiche im Innenausbau
Kunststofftüren werden in Bereichen verwendet, in denen Oberflächen regelmässig beansprucht oder häufig gereinigt werden. Dazu gehören etwa Nebenräume, Sanitärbereiche, Kellerzugänge, Praxis- und Gewerbeflächen sowie Nutzräume in Wohn- und Verwaltungsbauten. Im Wohnbereich kommen sie oft dort zum Einsatz, wo weniger die materialtypische Anmutung von Holz als eine pflegeleichte Innenausstattung im Vordergrund steht. Für stark belastete oder technisch geregelte Räume ist jeweils zu prüfen, ob zusätzliche Anforderungen an Brand-, Schall- oder Einbruchschutz bestehen.
Ausführungen bei Oberfläche, Aufbau und Ausstattung
Kunststofftüren sind in unterschiedlichen Dekoren, Farben und Oberflächenstrukturen erhältlich. Verbreitet sind glatte Ausführungen, es gibt jedoch auch profilierte oder technisch geprägte Varianten. Je nach System werden sie mit Holzzargen, Metallzargen oder passenden Kunststoffzargen kombiniert. Auch Verglasungsausschnitte, spezielle Beschläge, Schlossvarianten oder erhöhte Anforderungen an die Reinigbarkeit sind je nach Produktlinie möglich. Ob eine Kunststofftür für einen bestimmten Einsatzbereich geeignet ist, richtet sich nicht allein nach dem Material, sondern nach der gesamten geprüften Ausführung.
Abgrenzung zu anderen Innentürarten
Innerhalb der Innentüren sind Kunststofftüren primär über Material und Oberfläche definiert. Glatte Türen beschreiben dagegen vor allem die Form der Türfläche; eine Kunststofftür kann gleichzeitig glatt sein. Glastüren und Ganzglastüren setzen andere Schwerpunkte bei Transparenz und Lichtführung. Schallhemmende Türen, feuerhemmende Türen oder Schutztüren werden über ihre nachgewiesene Funktion eingeordnet und nicht über das Oberflächenmaterial. Schiebetüren und Falt-Schiebetüren unterscheiden sich zudem durch die Öffnungsart. Kunststofftüren sind damit keine Funktionskategorie, sondern eine materialbezogene Ausprägung innerhalb der Innentüren.