Weichholzfaserplatten als Element von Deckenbekleidungen
Im Bereich Deckenbekleidungen werden Weichholzfaserplatten als flächige Bekleidung oder als funktionale Lage innerhalb des Deckenaufbaus verwendet. Sie bestehen aus Holzfasern und unterscheiden sich damit von massiven Holzprofilen oder mineralisch gebundenen Platten. Je nach Produkt können sie eine ruhige, geschlossene Fläche bilden oder als Träger für weitere Beschichtungen und Bekleidungen dienen. Die konkrete Eignung richtet sich nach den Eigenschaften des jeweiligen Produkts und dem vorgesehenen Innenraumeinsatz.
Typische Einbausituationen im Innenausbau
Weichholzfaserplatten kommen in abgehängten Decken, Bekleidungen unter Tragkonstruktionen sowie in raumseitigen Ausbauten von Decken zum Einsatz. Verwendet werden sie vor allem dort, wo eine leichte, plattenförmige Lösung gefragt ist und der Deckenaufbau mehrere Funktionen kombiniert. Dazu können etwa die Aufnahme einer Endoberfläche, der Ausgleich im Aufbau oder die Ergänzung bauphysikalischer Schichten gehören. In Feucht- oder stark beanspruchten Bereichen ist jeweils zu prüfen, ob das gewählte Produkt für die konkrete Nutzung geeignet ist.
Ausführungen, Oberflächen und konstruktive Punkte
Relevant sind Plattendicke, Kantenbildung, Rohdichte, Oberflächenbeschaffenheit und das vorgesehene Befestigungssystem. Sichtbare Anwendungen stellen andere Anforderungen an Ebenheit und Fugenbild als verdeckte Lagen. Je nach Aufbau werden die Platten direkt befestigt oder in eine Unterkonstruktion eingebunden. Zusätzlich ist zu klären, ob sie als Endoberfläche vorgesehen sind oder ob eine weitere Schicht folgt, etwa eine Beschichtung, eine Verkleidung oder ein anderer Deckenausbau.
Abgrenzung zu Holzwolleplatten, Täfer und Akustikdecken
Innerhalb der Deckenbekleidungen aus Holz, Holzwerkstoffen und Textilien sind Weichholzfaserplatten von anderen Lösungen klar zu unterscheiden. Gegenüber Holzwolleplatten haben sie einen anderen Materialaufbau und eine andere Oberflächenwirkung; Holzwolleplatten sind meist gröber strukturiert und häufig für akustisch wirksame sichtbare Decken vorgesehen. Im Unterschied zu Täfer, Lamellendecken oder Riemen massiv handelt es sich nicht um profilierten oder linearen Ausbau, sondern um plattenförmige Flächen. Von Akustikdecken mit Textilbespannung oder Beleuchtungsdecken unterscheiden sie sich dadurch, dass Weichholzfaserplatten in erster Linie ein Werkstoff bzw. eine Bekleidungslage sind und kein eigenständiges Deckensystem mit spezialisierter Funktion.