Materialien und Aufbau von Deckenbekleidungen
Holz und Holzwerkstoffe werden bei Deckenbekleidungen als sichtbare Oberfläche, als Trägerplatte oder als akustisch wirksames Element eingesetzt. Typisch sind unterkonstruktionsgebundene Systeme mit Paneelen, Lamellen, Riemen oder Platten, die direkt oder abgehängt montiert werden. Textile Ausführungen kommen vor allem als Bespannung oder als Bestandteil akustischer Deckensysteme zum Einsatz. Entscheidend sind die Einbindung von Fugen, Revisionsöffnungen, Leuchten, Lüftungsauslässen und Abschlüssen an Wänden oder Einbauten.
Typische Einsatzbereiche im Innenausbau
Solche Deckenbekleidungen werden in Innenräumen eingesetzt, in denen eine warme Materialanmutung, eine gezielte Raumakustik oder ein leichter Trockenaufbau gefragt ist. Häufige Anwendungen sind Wohnbauten, Büroflächen, Schul- und Aufenthaltsräume, Empfangsbereiche sowie Versammlungs- und Mehrzweckräume. Bei Sanierungen lassen sich damit bestehende Decken optisch fassen oder technische Installationen verdecken. Textile und holzfaserbasierte Systeme werden zudem dort verwendet, wo Nachhall reduziert werden soll.
Ausprägungen von Täfer bis textile Akustikdecken
Innerhalb dieser Leistung reicht das Spektrum von klassischen Täferdecken und massiven Riemen über Lamellendecken bis zu Holzwolleplatten und Weichholzfaserplatten. Formsperrholz wird verwendet, wenn gekrümmte oder frei geformte Deckenflächen gefragt sind. Textile Lösungen erscheinen als bespannte Akustikdecken oder als Teil von Akustik- und Beleuchtungsdecken. Die konkrete Ausführung unterscheidet sich nach sichtbarer Oberfläche, Lochbild oder Fugenbild, akustischer Wirkung, Revisionsfähigkeit und dem gewünschten Grad an Vorfertigung.
Abgrenzung zu Gips, Metall sowie Kunststoff- und Mineralfaserplatten
Im Unterschied zu Gipsdecken liegt der Fokus hier auf sichtbaren Oberflächen aus Holz, Holzwerkstoffen oder Textilien und nicht auf gespachtelten, homogenen Flächen. Gegenüber Metalllösungen stehen weniger technische Raster- oder Kassettensysteme im Vordergrund, sondern materialbetonte Bekleidungen mit anderer akustischer und gestalterischer Wirkung. Von Kunststoff- und Mineralfaserplatten grenzt sich diese Leistung durch die verwendeten Werkstoffe und deren Oberflächencharakter ab. Innerhalb der Deckenbekleidungen bildet sie damit die materialbezogene Kategorie für Holz- und Textilsysteme.