Stoffschlüssige Verbindungen mit Wärme oder Energieeintrag
Löteinrichtungen und Schweisseinrichtungen gehören innerhalb der Verbindungstechnik zu den Verfahren, bei denen Bauteile dauerhaft miteinander verbunden werden. Löten eignet sich für Verbindungen mit Lot als Zusatzwerkstoff, etwa bei feineren Metallteilen, Leitern oder Baugruppen mit begrenzter thermischer Belastbarkeit. Schweisseinrichtungen werden eingesetzt, wenn Werkstoffe direkt verbunden werden sollen, beispielsweise bei Metallkonstruktionen, Halterungen, Gestellen oder tragenden Baugruppen. Die Wahl zwischen beiden Verfahren richtet sich nach Werkstoff, Bauteilgeometrie, Belastung, Dichtheitsanforderung und zulässigem Wärmeeintrag.
Typische Anwendungen in Montage und Lagertechnik
Im Umfeld von Intralogistik und Lagerlogistik werden Löteinrichtungen und Schweisseinrichtungen in Montage-, Instandhaltungs- und Werkstattbereichen verwendet. Beispiele sind die Herstellung oder Anpassung von Gestellen, Trägern, Schutzvorrichtungen, Fördertechnikkomponenten, Behälteraufnahmen oder metallischen Hilfskonstruktionen. Löten ist zudem relevant bei elektrischen und elektronischen Baugruppen, Sensorleitungen oder kleineren Verbindungspunkten innerhalb von Montagesystemen. In Reparaturprozessen lassen sich beschädigte Metallteile je nach Ausführung nacharbeiten oder ergänzen, sofern Werkstoff und Konstruktion dies zulassen.
Verfahrensarten und Ausführungen der Einrichtungen
Bei Löteinrichtungen reicht das Spektrum von handgeführten Geräten für Einzelarbeitsplätze bis zu stationären oder prozessintegrierten Systemen. Unterschieden wird unter anderem zwischen Weichlöten und Hartlöten. Bei Schweisseinrichtungen kommen je nach Aufgabe unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, etwa Lichtbogen-, Widerstands- oder andere wärmebasierte Verfahren. Für die praktische Ausführung sind unter anderem Energiequelle, Zusatzwerkstoff, Schutzgasbedarf, Werkstückfixierung, Taktung und Automatisierungsgrad relevant. In Serienprozessen werden häufig reproduzierbare, in Vorrichtungen eingebundene Lösungen benötigt, während in Werkstattbereichen flexible Systeme im Vordergrund stehen.
Abgrenzung zu anderen Leistungen der Verbindungstechnik
Löteinrichtungen und Schweisseinrichtungen unterscheiden sich von Schraubautomaten, Druckluftschraubern oder Elektroschraubern dadurch, dass keine lösbare Schraubverbindung entsteht. Gegenüber Nietautomaten, Tischpressen oder mechanischen Verbindungselementen steht nicht die form- oder kraftschlüssige Verbindung im Vordergrund, sondern eine stoffschlüssige Verbindung. Innerhalb der Hierarchie sind sie deshalb klar der Verbindungstechnik zugeordnet, obwohl sie prozessual oft eng mit Montagearbeitsplätzen verknüpft sind. Die Auswahl des Verfahrens hängt davon ab, ob eine Verbindung später lösbar sein muss, welche Lasten auftreten und wie empfindlich die Bauteile auf Wärme reagieren.