Was Preisauszeichnungssysteme im Prozess abbilden
Ein Preisauszeichnungssystem verarbeitet Preisinformationen aus vorgelagerten Datenquellen und bringt sie in eine Form, die auf Etiketten, Anhängern, Karten oder vergleichbaren Trägern ausgegeben werden kann. Dabei geht es nicht nur um den Druck einer Zahl, sondern um die Zuordnung von Artikel, Variante, Gebinde oder Verkaufsmenge zur korrekten Preisangabe. Je nach Aufbau umfasst die Leistung die Datenerfassung, die Formatierung der Preisinformation, die Ausgabe auf ein Medium und die prozessgerechte Bereitstellung für die Kennzeichnung der Ware.
Typische Einsatzfelder in Lager- und Handelslogistik
Preisauszeichnungssysteme kommen in der Handelslogistik, bei Konfektionierungsarbeiten, in Verteilzentren sowie in Lagerbereichen mit filial- oder kundenspezifischer Aufbereitung zum Einsatz. Sie werden genutzt, wenn Waren vor der Auslieferung preislich markiert, umgezeichnet oder für unterschiedliche Absatzkanäle vorbereitet werden. Auch bei Aktionsware, saisonalen Sortimenten oder nachträglicher Preiskennzeichnung innerhalb von Verpackungs- und Versandprozessen sind solche Systeme relevant.
Systemvarianten und technische Ausprägungen
Die Ausgestaltung reicht von einfachen Lösungen mit manueller Datenauswahl und Einzelkennzeichnung bis zu angebundenen Systemen mit automatisierter Preisübernahme aus ERP-, Warenwirtschafts- oder Lagerverwaltungssystemen. Unterschieden wird zudem nach stationären und mobilen Anwendungen, nach Einzel- oder Serienausgabe sowie nach der Integration in Verpackungs- oder Förderprozesse. Relevant sind ausserdem das verwendete Auszeichnungsmedium, die Änderbarkeit von Preisdaten und die Frage, ob das System nur Preisinformationen oder zusätzlich Artikel- und Aktionsangaben abbildet.
Abgrenzung zu Etikettendruck, Etikettierung und Identifikation
Preisauszeichnungssysteme sind innerhalb der Auszeichnungstechnik auf die inhaltliche Preiskennzeichnung ausgerichtet. Im Unterschied zu Etikettendrucksystemen steht nicht primär die Druckhardware im Vordergrund, sondern die Preislogik und deren prozessgerechte Ausgabe. Von Etikettiersystemen unterscheiden sie sich dadurch, dass diese vor allem das physische Aufbringen eines Etiketts automatisieren. Gegenüber Auto-ID-Systemen, Barcode RFID/MDE oder Identifikationssystemen liegt der Schwerpunkt nicht auf Erfassung und Rückverfolgbarkeit, sondern auf der korrekten Preisangabe am Artikel oder Gebinde. Codier- und Laserbeschriftungssysteme dienen dagegen eher der technischen Kennzeichnung mit Code-, Chargen- oder Produktionsdaten.