Was in der Planung festgelegt wird
Geplant werden Standorte, Sichtbarkeit, Informationsinhalte und technische Schnittstellen von Einrichtungen zur Verkehrsführung. Dazu gehören je nach Aufgabe Signale, Wegweisung, Wechselanzeigen, Detektionsstellen, Kamerastandorte oder Einrichtungen zur Steuerung und Beeinflussung des Verkehrs. Die Planung berücksichtigt Verkehrsströme, Knotenpunkte, Geschwindigkeiten, Zufahrten, Betriebsabläufe und die räumlichen Gegebenheiten. Ebenso wird definiert, wie einzelne Elemente zusammenwirken und welche Informationen in welcher Situation angezeigt oder erfasst werden.
Typische Anwendungsfälle im Verkehrsraum
Solche Planungen werden bei Neuerschliessungen, Umbauten von Strassenräumen, Knotenoptimierungen, Zufahrtsregelungen oder in Bereichen mit hohem Verkehrsaufkommen benötigt. Häufige Einsatzorte sind innerstädtische Hauptachsen, Tunnelzufahrten, Umfahrungen, Logistikareale, Parkierungszufahrten und verkehrsbelastete Schnittstellen zwischen verschiedenen Verkehrsträgern. Auch bei temporären Verkehrsführungen oder bei Anforderungen an Ereignis- und Störfallmanagement kann die Leistung relevant sein. In urbanen Räumen kommt zusätzlich die Abstimmung mit Fuss- und Veloverkehr sowie dem öffentlichen Verkehr hinzu.
Signalisation, Überwachung und Lenkung als getrennte Teilbereiche
Signalisation betrifft die visuelle Vermittlung von Regeln, Richtungen, Hinweisen und Zuständen im Verkehrsraum. Überwachungseinrichtungen dienen der Beobachtung und Erfassung, etwa zur Lagebeurteilung, zur Auslastungsermittlung oder zur Störungserkennung. Verkehrslenkungseinrichtungen greifen aktiv in den Verkehrsablauf ein, beispielsweise durch gesteuerte Anzeigen, Zuflussregelungen oder priorisierte Verkehrsführungen. In der Planung werden diese Teilbereiche nicht isoliert behandelt, sondern funktional aufeinander abgestimmt.
Abgrenzung zu verwandten Planungsleistungen
Im Unterschied zur Planung von Strassenbau liegt hier der Schwerpunkt nicht auf Trassee, Querschnitt, Belag oder baulicher Ausgestaltung der Verkehrsanlage, sondern auf den Einrichtungen zur Führung und Steuerung des Verkehrs. Gegenüber der allgemeinen Planung von Anlagen für Verkehr ist die Leistung enger auf Informations-, Erfassungs- und Lenkungssysteme ausgerichtet. Von der Planung von PKW-Parksystemen unterscheidet sie sich dadurch, dass nicht die Organisation von Parkierung und Stellplatznutzung, sondern der Verkehrsablauf im Netz oder an spezifischen Verkehrspunkten im Vordergrund steht. Zur Planung im Schienenbau besteht eine klare Abgrenzung, weil hier Strassen- und Mischverkehrsbereiche behandelt werden und nicht bahnspezifische Sicherungs- oder Leitsysteme.