Leistungsinhalt bei Stückgütern im Aussenbereich
Geplant werden Transportlösungen für einzelne Ladeeinheiten, Packstücke oder andere diskrete Güter, die ausserhalb von Gebäuden bewegt oder übergeben werden. Dazu gehören unter anderem Verbindungen zwischen Hallen, Transportstrecken auf dem Areal sowie technische Übergänge zwischen Lager, Versand und Fahrzeugabfertigung. Die Planung umfasst Anordnung, Streckenführung, Übergabestellen und die betrieblichen Anforderungen an den Materialfluss. Im Unterschied zu allgemeinen Verkehrsplanungen steht dabei die technische Handhabung von Stückgütern im Vordergrund.
Typische Einsatzsituationen auf Logistik- und Werksarealen
Die Leistung wird eingesetzt, wenn Stückgüter nicht nur innerhalb eines Gebäudes, sondern über Aussenbereiche hinweg transportiert werden müssen. Das betrifft beispielsweise Verbindungen zwischen Produktions- und Lagergebäuden, Aussenzonen von Umschlaganlagen oder technische Anbindungen an Verladebereiche. Relevant ist die Planung auch dort, wo Materialflüsse über Hofbereiche, Rampenvorfelder oder separate Baukörper hinweg geführt werden. Besonders anspruchsvoll sind Situationen, in denen Transporttechnik, Fahrzeugverkehr und Personenwege räumlich eng zusammenliegen.
Planungsparameter unter Witterungs- und Verkehrsbedingungen
Im Aussenbereich beeinflussen Witterung, Temperatur, Feuchtigkeit und Verschmutzung die Wahl und Anordnung der Transporttechnik. Hinzu kommen Anforderungen aus Gelände, Oberflächen, Entwässerung, Schneeräumung sowie aus der Führung von Lastwagen, Flurförderzeugen und Fussverkehr. Auch bauliche Schnittstellen wie Fundamente, Durchführungen, Überdachungen oder Anbindungen an bestehende Gebäude müssen abgestimmt werden. Die Planung betrachtet deshalb nicht nur die Förderaufgabe, sondern auch die Belastungen und Einschränkungen des Standorts.
Abgrenzung zu innerbetrieblicher Fördertechnik und weiteren Fachplanungen
Die Planung Fördertechnik innerbetrieblich bezieht sich auf Transportprozesse innerhalb von Hallen und Gebäuden, während ausserbetriebliche Transporttechnik die Aussenräume und gebäudeübergreifenden Verbindungen behandelt. Von der Materialflusssimulation unterscheidet sich die Leistung dadurch, dass nicht primär Varianten rechnerisch untersucht, sondern konkrete technische und bauliche Lösungen für den Aussenbereich ausgearbeitet werden. Gegenüber der Planung kompletter Verteilzentren ist sie enger auf einen bestimmten Teilbereich der Gesamtanlage ausgerichtet. Spezifische Anlagen wie Sortier- oder Palettiersysteme können Teil einer Gesamtlösung sein, sind jedoch eigenständige Planungsleistungen mit anderem Schwerpunkt.