Zurrgurte zur Sicherung von Ladegut
Zurrgurte bestehen aus einem gewebten Gurtband und einem Spannelement, meist mit Ratsche oder Klemmschloss. Sie werden eingesetzt, um Transportgut gegen Verrutschen, Umkippen oder unbeabsichtigte Bewegung zu sichern. Je nach Sicherungsart wirken sie als Niederzurrung oder als direkte Verbindung zwischen Ladung und Zurrpunkt. Für den Einsatz müssen Gurtband, Beschläge und Kennzeichnung zur vorgesehenen Anwendung passen und unbeschädigt sein.
Einsatz auf Fahrzeugen, Anhängern und in der Intralogistik
Typische Anwendungen sind die Sicherung von Paletten, Maschinen, Bauteilen, Behältern oder Rollmaterial auf Lastwagen, Lieferfahrzeugen und Anhängern. Auch bei innerbetrieblichen Transporten auf Gestellen, Plattformwagen oder Sonderträgern kommen Zurrgurte zum Einsatz. In der Praxis werden sie häufig mit Kantenschutz, Antirutschmaterial oder formschlüssiger Verstauung kombiniert. Welche Ausführung geeignet ist, hängt von Ladegut, Zurrpunkten, Transportweg und Empfindlichkeit der Oberfläche ab.
Ausführungen nach Spannmechanik, Bauart und Endbeschlag
Gebräuchlich sind einteilige Endlosgurte und zweiteilige Zurrgurte mit festem und losem Gurtband. Für das Spannen werden je nach Anwendung einfache Klemmschlösser oder Ratschen verwendet. Dazu kommen unterschiedliche Endbeschläge, etwa Haken oder andere Verbindungselemente für passende Zurrpunkte. Bandbreite, Länge, Material und Beschlag werden nach Art der Ladung, Handhabung und Beanspruchung ausgewählt.
Abgrenzung zu Anschlagmitteln und anderen Lastaufnahmemitteln
Innerhalb der Kategorie Lastaufnahmemittel nehmen Zurrgurte eine eigene Funktion ein: Sie sichern Ladung während des Transports. Anschlagmittel, Drahtseile, Greifer, Lasthaken, Traversen, Lasthebemagnete oder Vakuumgeräte dienen dagegen dem Aufnehmen und Bewegen von Lasten beim Heben. Ein Zurrgurt ersetzt deshalb weder ein Anschlagmittel noch ein Hebezeug. Wenn eine Last mit Kran, Stapler oder Hebegerät bewegt wird, ist die passende Hebeausrüstung separat zu wählen.