Wie Lasthebemagnete Lasten aufnehmen
Ein Lasthebemagnet hält die Last über magnetische Kraft. Dadurch entfällt bei geeigneten Werkstücken das manuelle Anschlagen an Ösen oder Kanten. Verwendbar ist diese Technik nur für magnetisierbare Materialien; bei Aluminium, Holz, Kunststoff oder vielen Edelstählen ist sie nicht geeignet. Auch Oberflächenbeschaffenheit, Materialstärke, Auflagefläche und Form der Last beeinflussen, ob eine sichere Aufnahme möglich ist.
Typische Anwendungen bei Blech, Profilen und Stahlteilen
Eingesetzt werden Lasthebemagnete unter anderem beim innerbetrieblichen Transport von Blechen, Trägern, Rohteilen, Zuschnitten oder Maschinenteilen. Sie kommen in Lagerbereichen, Werkstätten, Stahlhandel, Fertigung und Verladung vor, wenn ferromagnetische Einzelteile oder definierte Lasten bewegt werden. Bei langen, dünnen oder unregelmässig geformten Werkstücken muss die Lastaufnahme besonders auf Kippverhalten, Auflagepunkt und Lastverteilung abgestimmt sein.
Bauarten und betriebliche Ausprägungen
Je nach Einsatz werden Lasthebemagnete in unterschiedlichen Bauarten verwendet, etwa als Permanentmagnete, elektromagnetische Systeme oder andere magnetische Hebelösungen. Die Wahl hängt davon ab, ob einzelne Werkstücke, flache Bleche, Rundmaterial oder schwere Stahlteile aufgenommen werden sollen. Relevante Unterschiede bestehen zudem bei Ausführung, Handhabung, Energieversorgung und Einbindung in Hebezeuge oder Krananlagen.
Abgrenzung zu anderen Lastaufnahmemitteln
Innerhalb der Lastaufnahmemittel unterscheiden sich Lasthebemagnete klar von Greifern, Traversen, Vakuumgeräten und klassischen Anschlagmitteln. Greifer arbeiten mechanisch an Form oder Kante der Last, Vakuumgeräte eignen sich für glatte, dichte Oberflächen auch ohne magnetische Eigenschaften, und Anschlagmittel verbinden Last und Hebezeug über definierte Anschlagpunkte. Lasthebemagnete sind daher vor allem dann passend, wenn ferromagnetische Werkstücke ohne zusätzliche Anschlagmittel aufgenommen werden sollen.