Funktion von Nummerier- und Signiereinrichtungen
Diese Geräte erzeugen eine wiedererkennbare Kennzeichnung für einzelne Teile oder für definierte Materialgruppen. Die Kennzeichnung kann fortlaufend, auftragsbezogen oder chargenbezogen erfolgen und wird an einem festgelegten Prozessschritt vergeben. Im Unterschied zu reinen Mess- oder Erfassungsgeräten liegt der Schwerpunkt nicht auf der Detektion, sondern auf der sichtbaren oder maschinenlesbaren Identifikation.
Typische Anwendungen in der Holzbranche
Eingesetzt werden Nummerier- und Signiereinrichtungen unter anderem bei Schnittholz, Plattenwerkstoffen, Halbfabrikaten, Verpackungseinheiten und kommissionierten Bauteilen. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Materialflüsse getrennt, Qualitätsstufen gekennzeichnet oder Produktionslose nachvollziehbar geführt werden müssen. Auch bei interner Logistik, Lagerbewirtschaftung und Versandvorbereitung sind eindeutige Markierungen üblich.
Ausführungen und Kennzeichnungsverfahren
Die Ausführung reicht von einfachen, manuell bedienten Geräten bis zu Anlagen, die in Bearbeitungs- oder Förderprozesse eingebunden sind. Je nach Oberfläche, Taktung und gewünschter Dauerhaftigkeit kommen unterschiedliche Kennzeichnungsverfahren infrage, etwa Stempeln, Drucken, Prägen oder das Anbringen separater Kennzeichnungselemente. Entscheidend sind Lesbarkeit, Beständigkeit und die sichere Zuordnung zum jeweiligen Werkstück oder Gebinde.
Abgrenzung zu anderen Kontrollgeräten
Innerhalb der Kontrollgeräte übernehmen Nummeriereinrichtungen und Signiereinrichtungen eine andere Aufgabe als Lichtschranken, optoelektronische Näherungsschalter oder Positionssteuerungen. Diese erfassen Zustände, Anwesenheiten oder Bewegungen, während Nummerier- und Signiereinrichtungen eine Kennzeichnung erzeugen. Von Kontrollstationen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nicht primär als Bedien- oder Prüfpunkt dienen, sondern als Mittel zur Identifikation und Rückverfolgbarkeit.