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Freiläufe

Freiläufe übertragen Drehmoment nur in einer definierten Drehrichtung und entkoppeln bei Gegenrichtung oder Überholung. In Förder- und Handlingsystemen der Holzbranche werden sie eingesetzt, wenn Wellen, Rollen oder Antriebselemente nicht dauerhaft starr gekoppelt sein sollen. Die Auslegung richtet sich unter anderem nach Drehrichtung, Lastverhalten, Drehzahl und Einbausituation.

Wie Freiläufe gerichtete Kraftübertragung ermöglichen

Freiläufe sind Maschinenelemente für die einseitige Drehmomentübertragung. Sie koppeln Antrieb und Abtrieb in einer festgelegten Drehrichtung und gehen in den Leerlauf, sobald sich die Drehrichtung umkehrt oder der Abtrieb schneller läuft als der Antrieb. In Förder- und Handlingsystemen werden sie zwischen Wellen, Naben oder anderen Antriebskomponenten eingebaut, um Bewegungen selektiv zu übertragen, ohne eine starre Verbindung in beide Richtungen herzustellen.

Typische Anwendungen in Förderern und Vorschubsystemen

Im Umfeld der Holzverarbeitung kommen Freiläufe in Förderstrecken, Beschickungen, Vorschüben und Übergaben vor. Sie eignen sich für Anwendungen, bei denen Werkstücke oder Materialströme in einer Richtung angetrieben werden, während in der Gegenrichtung kein Drehmoment übertragen werden soll. Ebenso sind sie sinnvoll, wenn Nachlaufbewegungen nicht auf vorgelagerte Antriebe zurückwirken dürfen oder wenn Bewegungsabschnitte mechanisch voneinander entkoppelt werden müssen.

Bauformen und Auswahlkriterien bei Freiläufen

Je nach Anforderung werden Freiläufe in unterschiedlichen Bauformen ausgeführt, etwa als Rollen-, Klemmkörper- oder Sprag-System. Für die Auswahl sind das zu übertragende Drehmoment, die zulässige Drehzahl, die Schaltcharakteristik, die Drehrichtung und die Art der Montage relevant. In der Fördertechnik der Holzbranche müssen zusätzlich Umgebungsbedingungen wie Staub, Verschmutzung, Schmierung sowie die Anbindung an Wellen, Lager oder Getriebe berücksichtigt werden.

Abgrenzung zu Kupplungen, Bremsen und Rücklaufeinrichtungen

Innerhalb von Fördermittel und Handling gehören Freiläufe zu den Antriebselementen für gerichtete Drehmomentübertragung. Im Unterschied zu Kupplungen verbinden sie Antrieb und Abtrieb nicht allgemein in beide Richtungen, sondern lassen gezielt ein Überholen oder Entkoppeln zu. Gegenüber Bremsen erzeugen sie keine aktive Verzögerung oder Haltefunktion. Von Rücklaufeinrichtungen sind sie dort zu unterscheiden, wo ausschliesslich eine Sicherung gegen Rückwärtslauf gefordert ist; Freiläufe sind breiter als Bauteil für einseitige Kraftübertragung ausgelegt.

0 Anbieter

In dieser Übersicht sind Anbieter von Freiläufen für Förder- und Handlingsysteme in der Holzbranche aufgeführt. Die Einträge können einzelne Komponenten oder integrierte Antriebslösungen betreffen.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Freiläufe

  • Wann wird ein Freilauf statt einer Kupplung eingesetzt?

    Wenn Drehmoment nur in einer Drehrichtung übertragen werden soll oder ein Abtrieb den Antrieb überholen darf.

  • Welche Angaben sind für die Auslegung eines Freilaufs relevant?

    Wesentlich sind Drehmoment, Drehzahl, Drehrichtung, Lastverlauf, Einbauraum, Wellenanschluss und Umgebungsbedingungen.

  • Kann ein Freilauf auch als Rücklaufsperre verwendet werden?

    Je nach Bauart ja. Ob diese Funktion zulässig ist, muss jedoch für den konkreten Anwendungsfall geprüft werden.

  • Wo werden Freiläufe in der Holzbranche typischerweise eingebaut?

    Typisch sind Förderer, Vorschubaggregate, Beschickungen, Übergabestationen und andere Antriebe mit einseitiger Kraftübertragung.


Weitere Leistungen unter
Fördermittel und Handling

  • Ausrichtvorrichtungen
  • Beschickungsanlagen
  • Bremsen
  • Bunkeraustragungen
  • Drehverteiler
  • Gleichrichter
  • Hordenwagenbeschicker
  • Kranbahnen
  • Kupplungen
  • Rücklaufeinrichtungen
  • Übergabegeräte
  • Verladebrücken
  • Vibrationsrinnen
  • Vorschubapparate und Vorschubmagazine
  • Wendestationen
  • Winkelübergaben

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Leistung: Freiläufe für Fördermittel und Handling | WAiSCH
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