Was Wasserlacke in der Holzbeschichtung kennzeichnet
Bei Wasserlacken liegt der Schwerpunkt auf wasserbasierten Formulierungen. Je nach Produkt enthalten sie Bindemittel, Pigmente, Mattierungsstoffe und weitere Zusätze, die auf die gewünschte Oberflächenwirkung und Verarbeitung abgestimmt sind. Nach dem Auftrag verdunstet das Wasser, anschliessend bildet sich der Lackfilm aus. Daraus ergeben sich typische Anforderungen an Untergrundvorbereitung, Auftragsmenge, Ablüftung und Trocknungsbedingungen.
Einsatzbereiche auf Holz und Holzwerkstoffen
Wasserlacke werden in der Oberflächenbearbeitung von Möbelteilen, Innenausbauten, Türen, Paneelen und anderen Bauteilen aus Holz oder Holzwerkstoffen eingesetzt. Sie kommen sowohl bei industriellen Beschichtungsprozessen als auch in handwerklichen Anwendungen vor. Ob ein System für den Innen- oder Aussenbereich geeignet ist, hängt nicht von der Wasserbasis allein ab, sondern von der jeweiligen Formulierung und dem vorgesehenen Einsatz.
Varianten nach Aufbau, Optik und Verarbeitung
Wasserlacke sind als farblose oder pigmentierte Systeme erhältlich und können unterschiedliche Glanzgrade abdecken. Im Schichtaufbau werden sie je nach Anwendung als Grundierung, Zwischenlack oder Decklack eingesetzt. Auch einkomponentige und zweikomponentige Systeme sind möglich. In der Verarbeitung kommen unter anderem Spritz-, Roll- oder andere auf den Prozess abgestimmte Verfahren zum Einsatz; wichtig sind dabei saubere Klimaführung, ausreichende Trocknung und die Abstimmung mit Füllern, Beizen oder Grundierungen.
Abgrenzung zu anderen Lackarten
Innerhalb der Hierarchie gehören Wasserlacke zur Obergruppe Lacke, unterscheiden sich jedoch von mehreren Geschwisterleistungen durch ein anderes Einteilungskriterium. Bezeichnungen wie Acrylatlacke, Alkydharzlacke, Polyurethanlacke oder Nitrozelluloselacke beziehen sich in erster Linie auf die Bindemittelchemie. Wasserlacke definieren sich dagegen über das Trägermedium, weshalb sich Kategorien teilweise überschneiden können. Fensterlacke und Möbellacke beschreiben wiederum den Einsatzbereich, nicht zwingend die Formulierung.