Konstruktion und Funktion eines Carports
Ein Carport besteht in der Regel aus tragenden Stützen, Unterzügen und einer Dachkonstruktion mit passender Eindeckung. Anders als eine geschlossene Garage bleibt der Stellplatz seitlich ganz oder weitgehend offen, wodurch Luft zirkulieren kann und Fahrzeuge nach Regen oder Schnee schneller abtrocknen. Im Zimmereibereich werden Carports oft als Holzkonstruktionen ausgeführt, entweder freistehend oder an bestehende Gebäude angebunden.
Typische Ausführungen im Wohn- und Nebenbaubereich
Carports kommen bei Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und kleineren Gewerbeliegenschaften zum Einsatz, wenn ein wettergeschützter Stellplatz ohne geschlossene Gebäudehülle gefragt ist. Häufig werden sie mit Abstellflächen für Velos, Geräte oder Brennholz kombiniert. Im Bereich Nebenbauten ist der Carport vor allem dort sinnvoll, wo eine offene Lösung räumlich besser passt als eine Garage oder wo bestehende Zufahrten und Grenzabstände die Planung beeinflussen.
Formen, Dacharten und ergänzende Bauteile
Carports werden als Einzel- oder Doppelcarports sowie in Reihenanlagen ausgeführt. Üblich sind Flachdächer, Pultdächer oder Satteldächer, je nach Gebäudeform, Entwässerungskonzept und gestalterischem Zusammenhang. Ergänzt werden können Seitenwände, Sichtschutzfelder, integrierte Schuppen, Geräteraumelemente oder Anschlüsse an bestehende Fassaden und Vorplätze.
Abgrenzung zu Garage, Pergola und Velounterstand
Innerhalb der Nebenbauten ist der Carport klar von der Garage zu unterscheiden: Die Garage ist als geschlossener Baukörper ausgebildet, der Carport bleibt offen. Gegenüber einer Pergola steht beim Carport die Schutzfunktion für Fahrzeuge im Vordergrund, nicht die Nutzung als Aufenthalts- oder Gartenelement. Ein Velounterstand ist in Grösse, Tragwerk und Nutzung auf Fahrräder ausgelegt, während ein Carport auf Personenwagen oder ähnliche Fahrzeuge abgestimmt ist.