Was unter Designerböden verstanden wird
Als Designerböden werden industriell gefertigte Bodenbeläge mit gestalteter Sichtschicht bezeichnet. Typisch sind mehrschichtige Aufbauten, bei denen Dekor, Nutzschicht und Trägerschicht aufeinander abgestimmt sind. Je nach Produkt entstehen elastische, formstabile oder starre Beläge mit unterschiedlichem Gehgefühl, Oberflächenbild und Verlegeverhalten. Im Unterschied zu rein materialbezogenen Bezeichnungen steht bei Designerböden die dekorative und konstruktive Ausprägung im Vordergrund.
Typische Einsatzbereiche im Innenausbau
Designerböden werden in Wohnungen, Büros, Verkaufsflächen und anderen ausgebauten Innenräumen eingesetzt. Häufig werden sie gewählt, wenn ein einheitliches Dekorbild über mehrere Räume hinweg gefordert ist oder wenn sich Holz- und Steinoptiken mit industriell gleichbleibender Oberfläche umsetzen lassen. In Renovationen sind sie je nach System auch dort relevant, wo Aufbauhöhe, Untergrundbeschaffenheit oder Nutzungsanforderungen eine Rolle spielen. Für die Eignung sind jeweils Produktaufbau, Beanspruchung und Verlegeart entscheidend.
Formate, Verlegearten und Produktvarianten
Designerböden sind als Planken, Dielen oder Fliesen erhältlich. Verbreitet sind klebbare und klickbare Systeme; daneben gibt es lose verlegte oder speziell aufgebaute Varianten für bestimmte Untergründe. Unterschiede bestehen auch bei Oberflächenstruktur, Fugenbild, Feuchteverhalten und Schalldämmung. Bei der Auswahl werden deshalb nicht nur Dekor und Format betrachtet, sondern auch die Anforderungen an Unterboden, Nutzung und Anschlüsse im Ausbau.
Abgrenzung zu Vinylböden, Laminat und Parkett
Innerhalb der Kategorie Bodenbeläge und Fussböden überschneiden sich Designerböden teilweise mit anderen Belagsarten, sind aber nicht mit ihnen gleichzusetzen. Vinylböden werden über den Werkstoff definiert, während Designerböden als Bezeichnung breiter verwendet werden und auch Verbund- oder andere Systemaufbauten umfassen können. Gegenüber Laminat unterscheiden sie sich je nach Produkt vor allem im Aufbau und im Oberflächenverhalten. Von Fertigparkett, Massivparkett und anderen Holzfussböden grenzen sie sich dadurch ab, dass keine durchgehende Echtholz-Nutzschicht den Belag prägt.