Material aus der Entrindung von Rundholz
Rindenschnitzel sind ein Nebenprodukt der Rundholzverarbeitung. Beim Entrinden fällt Rinde an, die anschliessend mechanisch zerkleinert wird. Dadurch entsteht ein Material mit unregelmässigen Stücken, dessen Zusammensetzung von Holzart, Aufbereitung und Sortierung abhängt. Anders als Holzschnitzel bestehen Rindenschnitzel nicht überwiegend aus Holz, sondern aus der äusseren Schicht des Stamms.
Verwendung als Abdeckung auf Wegen und Freiflächen
Typische Einsatzbereiche sind Gartenwege, Baumscheiben, Pflanzflächen, Böschungen und andere Aussenflächen, auf denen eine lockere, organische Deckschicht gewünscht ist. Die gröbere Struktur macht das Material vor allem dort sinnvoll, wo eine sichtbare Flächenabdeckung und eine gewisse Trittfestigkeit gefragt sind. Je nach Körnung kann es auch für provisorische oder saisonal genutzte Flächen eingesetzt werden.
Körnung, Sortierung und praktische Eigenschaften
Rindenschnitzel werden in unterschiedlichen Stückgrössen und Mischungen angeboten. Grobe Anteile beeinflussen die Begehbarkeit und das Erscheinungsbild, feinere Bestandteile die Verdichtung und die Flächenabdeckung. Für die Auswahl sind deshalb Korngrösse, Gleichmässigkeit, Anteil an Feinmaterial und eventuelle Fremdstoffe relevant. Da es sich um ein organisches Material handelt, verändert es sich mit der Zeit durch Witterung, Feuchtigkeit und biologische Zersetzung.
Abgrenzung zu Rindenmulch und anderen Nebenprodukten
Innerhalb der Nebenprodukte der Sägerei stehen Rindenschnitzel zwischen grober Flächenabdeckung und verwertetem Rindenmaterial. Gegenüber Rindenmulch sind sie in der Regel gröber und stärker auf begehbare oder strukturierte Oberflächen ausgerichtet. Von Hackschnitzeln und Holzschnitzeln unterscheiden sie sich durch ihren hohen Rindenanteil. Sägespäne, Hobelspäne, Holzspäne und Holzmehl sind deutlich feiner und entstehen aus anderen Bearbeitungsschritten.