Was beim Lohntrocknen bearbeitet wird
Beim Lohntrocknen übernimmt ein Sägerei- oder Holzbetrieb die Trocknung von angeliefertem Holz für Dritte. Ziel ist es, die im Holz enthaltene Feuchtigkeit gleichmässig zu reduzieren und die Ware in einen verarbeitungsgeeigneten Zustand zu bringen. Je nach Holzart, Querschnitt, Anfangsfeuchte und gewünschter Endfeuchte wird der Trocknungsprozess angepasst. Typisch sind technisch geführte Trocknungsanlagen, in denen Temperatur, Luftbewegung und Feuchte gezielt gesteuert werden.
Typische Anlässe für externes Trocknen
Lohntrocknen wird genutzt, wenn Betriebe eigenes oder zugekauftes Holz weiterverarbeiten wollen, aber keine eigene Trocknungskapazität haben. Das betrifft unter anderem Schnittholz für Schreinereien, Innenausbau, Holzbau, Verpackungen oder Halbzeuge für weitere Bearbeitungsschritte. Auch bei schwankenden Mengen oder speziellen Sortimenten kann externes Trocknen sinnvoll sein. Entscheidend ist meist, dass das Holz vor Lagerung, Hobeln, Verleimen oder Einbau eine passende Holzfeuchte erreicht.
Einflussfaktoren auf Trocknungsdauer und Ergebnis
Wie lange ein Trocknungsgang dauert und welche Qualität erzielt wird, hängt stark vom Material ab. Relevante Faktoren sind Holzart, Stärke, Breite, Einschnittart, Stapelung und Ausgangsfeuchte. Ebenso wichtig ist die angestrebte Endfeuchte, die sich nach dem späteren Verwendungszweck richtet. Bei empfindlichen Sortimenten muss die Trocknung so geführt werden, dass Verformungen, Risse oder innere Spannungen möglichst begrenzt werden.
Abgrenzung zu anderen Lohnarbeiten in der Sägerei
Lohntrocknen gehört innerhalb der Sägerei zu den Lohnarbeiten und ist auf die Feuchtereduktion des Holzes ausgerichtet. Es unterscheidet sich von Lohnschnitten, bei denen Masse und Zuschnitt im Vordergrund stehen, von Lohnhobeln zur Oberflächen- und Profilbearbeitung sowie von Lohnimprägnieren zum chemischen Holzschutz. Lohndämpfen ist ebenfalls eine andere Leistung, da dort vor allem Farbe, Spannungsverhalten oder Bearbeitbarkeit beeinflusst werden. Lohntrocknen kann diesen Arbeitsschritten vorausgehen, ersetzt sie aber nicht.