Was bei Lohnschnitten bearbeitet wird
Beim Lohnschnitt stellt der Auftraggeber das Holz bereit, während der ausführende Betrieb den Einschnitt übernimmt. Geschnitten werden je nach Betrieb Rundholz unterschiedlicher Holzarten sowie bereits vorbearbeitete Blöcke oder Kanteln. Grundlage sind in der Regel Vorgaben zu Dimensionen, Schnittbild, Holzqualität, Sortierung oder Verwendungszweck. Der Umfang der Leistung kann vom reinen Einsägen bis zu ergänzenden Arbeitsschritten wie Besäumen, Ablängen oder Sortieren reichen, soweit diese im Auftrag enthalten sind.
Typische Einsatzfälle für kundenspezifische Einschnitte
Lohnschnitte werden eingesetzt, wenn vorhandenes Holz gezielt zu Bauholz, Brettern, Bohlen, Latten oder speziellen Querschnitten verarbeitet werden soll. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn Holz aus eigenem Einschlag genutzt wird, wenn ungewöhnliche Abmessungen benötigt werden oder wenn einzelne Posten nicht in ein Standardsortiment passen. Auch für Kleinserien, Einzelstücke oder regionales Holz mit nachvollziehbarer Herkunft ist der Lohnschnitt eine naheliegende Form der Verarbeitung.
Bandsäge und Vollgatter als Ausführungsarten
Zu den typischen Ausführungsarten im Lohnschnitt gehören Bandsäge und Vollgatter. Bandsägen werden eingesetzt, wenn flexible Einschnittbilder oder bestimmte Dimensionen gefragt sind. Vollgatter kommen vor allem bei wiederkehrenden Querschnitten und grösseren Rundholzposten in Betracht. Welche Variante geeignet ist, hängt unter anderem von Stammdurchmesser, gewünschtem Sortiment, Losgrösse und den technischen Möglichkeiten des Betriebs ab.
Abgrenzung zu anderen Lohnarbeiten in der Sägerei
Lohnschnitte sind innerhalb der Lohnarbeiten der Schritt, in dem aus dem angelieferten Rohholz Schnittholz erzeugt wird. Davon zu unterscheiden sind Lohnhobeln als Oberflächen- und Profilbearbeitung, Lohndämpfen zur gezielten Holzbehandlung, Lohntrocknen zur Reduktion der Holzfeuchte sowie Lohnimprägnieren zum Schutz des Holzes. Der Lohnschnitt kann mit solchen Leistungen kombiniert werden, fachlich bleibt er jedoch der eigentliche Einschnittprozess.