Funktion einer Kunststoffhülle im Tankinneren
Die Kunststoffhülle bildet eine geschlossene Innenlage innerhalb des Tanks. Je nach Ausführung liegt sie an der Innenwand an oder wird als eingelegtes Hüllsystem in den Behälter integriert. Ziel ist eine definierte Trennung zwischen Tankwerkstoff und Medium, etwa um Korrosion, stoffliche Wechselwirkungen oder Reinigungsprobleme an der ursprünglichen Innenfläche zu vermeiden. Für die Auswahl sind unter anderem Medium, Temperaturbereich, mechanische Beanspruchung und die Geometrie des Tanks relevant.
Typische Einsatzsituationen bei Tankinnenauskleidungen
Kunststoffhüllen kommen vor allem bei Tanks zum Einsatz, deren bestehende Innenfläche für das vorgesehene Lagergut nicht ausreichend geeignet ist oder nachgerüstet werden soll. Das betrifft sowohl Bestandsbehälter als auch Sanierungen, bei denen die Tragstruktur erhalten bleibt und die Innenhaut angepasst wird. Solche Lösungen sind insbesondere dann sinnvoll, wenn eine klar abgegrenzte Innenlage benötigt wird und der Eingriff in den Grundkörper des Tanks begrenzt bleiben soll.
Ausführungen nach Material, Aufbau und Einbauart
Kunststoffhüllen unterscheiden sich in der Wahl des Kunststoffs, in der Wandstärke, in der Formgebung und in der Art der Verbindung innerhalb des Tanks. Möglich sind passgenaue Auskleidungen für bestimmte Behälterformen oder Systeme, die vor Ort an die vorhandene Geometrie angepasst werden. Auch die Ausbildung von Nähten, Übergängen, Öffnungen und Anschlüssen ist Teil der Ausführung. Welche Variante geeignet ist, hängt von der chemischen Beständigkeit, der Dichtheit, den betrieblichen Belastungen und den Anforderungen an Wartung und Reinigung ab.
Abgrenzung zu Beschichtungen, Platten und Emailsystemen
Innerhalb der Tankinnenauskleidungen steht die Kunststoffhülle für eine eingelegte oder eingebaute Innenhaut. Davon zu unterscheiden ist die Kunststoffbeschichtung, bei der das Material direkt auf die Tankwand aufgebracht wird. Glasplatten und Keramikplatten sind starre, segmentierte Auskleidungssysteme mit anderer Materialcharakteristik und anderem Fugenaufbau. Lacke und Emaillen bilden ebenfalls Oberflächenschichten, jedoch keine separate Hülle im Sinn eines eigenständigen Innenliners.