Drehzahlregelung fuer motorische Antriebe
Ein Frequenzumrichter wandelt die feste Netzfrequenz in eine variable Ausgangsfrequenz um. Zusammen mit der angepassten Spannung kann so die Drehzahl eines geeigneten Motors innerhalb des vorgesehenen Bereichs geregelt werden. In wassertechnischen Anlagen betrifft das vor allem Pumpenantriebe, teilweise auch weitere Hilfsaggregate. Je nach Konfiguration sind zudem kontrollierte Anlauf- und Abbremsvorgaenge moeglich.
Typische Einsaetze in Wasser-Konditionierungsanlagen
Eingesetzt werden Frequenzumrichter dort, wo Foerdermengen, Druckverhaeltnisse oder Umlaufleistungen nicht konstant bleiben. Das betrifft beispielsweise Filtrationsstrecken, Umwaelzkreise, Druckerhoehungen, Speisewassersysteme oder Dosierprozesse. Statt einen Motor dauerhaft mit fester Nenndrehzahl zu betreiben, kann die Anlage auf wechselnde Betriebszustaende reagieren. Das passt zu wassertechnischen Prozessen mit unterschiedlichen Lastfaellen.
Ausfuehrungen und Einbindung in die Anlage
Frequenzumrichter sind als separate Geraete im Schaltschrank oder als Teil bestimmter Antriebsloesungen verfuegbar. Die Vorgabe der Sollwerte kann ueber lokale Bedienelemente, externe Signale oder uebergeordnete Automationssysteme erfolgen. Fuer die Auslegung sind unter anderem Motordaten, Lastverhalten, Umgebungsbedingungen und die gewuenschte Regelcharakteristik relevant. In wasserfuehrenden Anlagen ist zusaetzlich die abgestimmte Einbindung in Sensorik und Sicherheitsfunktionen zu beachten.
Abgrenzung zu Pumpensteuerungen und anderen Wassertechnik-Komponenten
Innerhalb der Wasser-Konditionierungen gehoeren Frequenzumrichter zur Antriebstechnik. Sie unterscheiden sich von Pumpensteuerungen dadurch, dass sie die Motordrehzahl physisch regeln; eine Pumpensteuerung verarbeitet darueber hinaus Betriebslogik, Sensorwerte oder die Koordination mehrerer Aggregate. Gegenueber Schaltanlagen, Steueranlagen und Verteileranlagen uebernehmen Frequenzumrichter keine allgemeine Energieverteilung. Von Messgeraeten wie pH-Messgeraeten oder Leitfaehigkeits-Messgeraeten grenzen sie sich ebenfalls klar ab, weil sie nicht messen, sondern antreiben.