Konstruktion und Aufbau von Lochblechgeländern
Bei einem Lochblechgeländer übernimmt ein gelochtes Blech die Funktion der Füllung zwischen Pfosten, Rahmen oder Handlauf. Je nach Ausführung ist das Blech eingespannt, verschraubt, gekantet oder in eine tragende Unterkonstruktion integriert. Für die Planung relevant sind unter anderem Lochbild, freie Durchsicht, Kantenbearbeitung, Steifigkeit des Blechs sowie der Anschluss an Pfosten, Wangen oder Deckenränder. Im Aussenbereich kommen zusätzlich Fragen des Korrosionsschutzes, der Entwässerung und der Reinigbarkeit hinzu.
Typische Einsatzorte im Innen- und Aussenbereich
Lochblechgeländer finden sich häufig an Treppenläufen und Treppenaugen in Mehrfamilienhäusern, Verwaltungsbauten, Gewerbebauten und öffentlichen Anlagen. Im Aussenbereich werden sie an Balkonen, Laubengängen, Terrassen, Stegen oder technischen Zugängen verwendet, wenn eine widerstandsfähige und teilweise blickhemmende Lösung benötigt wird. Im Innenbereich werden sie auch gestalterisch eingesetzt, etwa bei offenen Treppenanlagen mit klarer Linienführung. Die Eignung hängt jeweils von Nutzung, Beanspruchung und den Anforderungen an Durchsicht, Reinigung und Haptik ab.
Materialien, Lochbilder und gestalterische Ausprägungen
Lochblechgeländer unterscheiden sich vor allem durch das verwendete Metall und das Lochmuster. Üblich sind Ausführungen in Stahl, Edelstahl oder Aluminium; die Oberfläche kann roh, verzinkt, beschichtet oder anderweitig behandelt sein. Bei den Lochbildern reichen die Varianten von runden und quadratischen Lochungen bis zu Langloch- oder Sondermustern. Damit lassen sich Offenheit, Lichtdurchlass und optische Dichte gezielt steuern. Ebenfalls relevant sind gekantete Elemente, hinterlegte Bleche, eingefasste Felder oder Kombinationen mit Handläufen aus anderen Materialien.
Abgrenzung zu anderen Geländerarten
Innerhalb der Leistung Geländer und Handläufe stehen Lochblechgeländer für eine metallische Flächenfüllung mit definierter Perforation. Im Unterschied zu Glasgeländern sind sie weniger transparent und unempfindlicher gegenüber Durchsicht und Spiegelungen. Gegenüber Drahtseilgeländern bieten sie eine geschlossenere Wirkung und in vielen Situationen mehr Sichtschutz. Leichtmetallgeländer beschreiben vor allem das Material der Tragkonstruktion, nicht zwingend die Art der Füllung. GFK-Handläufe betreffen in erster Linie den Handlaufwerkstoff und sind funktional anders einzuordnen als ein vollständiges Lochblechgeländer.