Aufbau von Drahtseilgeländern
Ein Drahtseilgeländer besteht in der Regel aus Pfosten, Handlauf, Endverankerungen und den dazwischen gespannten Seilen. Die Seile übernehmen die Füllung des Geländers, während Pfosten und Anschlüsse die Kräfte in die tragende Konstruktion ableiten. Je nach System werden Spannschlösser, Terminale oder andere Verbindungselemente eingesetzt, damit die Seile nachstellbar bleiben und gleichmässig geführt werden.
Typische Einsatzbereiche im Treppen- und Ausbau
Drahtseilgeländer kommen an Treppenläufen, Podesten, Galerien, Balkonen und Randabschlüssen im Innen- und Aussenbereich vor. Sie eignen sich vor allem für Situationen, in denen Sichtbezüge erhalten bleiben sollen und eine leichte, lineare Geländerfüllung gewünscht ist. Im Treppenbau werden sie häufig mit Metall- oder Holzkonstruktionen kombiniert, sofern die Unterkonstruktion die erforderliche Befestigung zulässt.
Varianten bei Seilführung, Material und Befestigung
Unterschieden wird vor allem nach horizontaler oder vertikaler Seilführung, nach der Anzahl der Seile sowie nach der Ausbildung von Eck- und Endpunkten. Häufig werden korrosionsbeständige Metallseile verwendet, insbesondere wenn das Geländer im Aussenbereich liegt oder dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Auch die Montageart variiert: Seile können zwischen Pfosten gespannt, in Rahmen integriert oder seitlich an tragenden Bauteilen befestigt werden.
Einordnung innerhalb von Geländern und Abgrenzung zu anderen Systemen
Drahtseilgeländer sind eine spezifische Ausführung innerhalb der Leistung Geländer und Handläufe. Im Unterschied zu Glasgeländern bilden sie keine geschlossene Fläche, sondern eine offene Füllung mit hohem Sichtdurchlass. Gegenüber Lochblechgeländern wirken sie transparenter, während Leichtmetallgeländer eher die Materialart des gesamten Geländers beschreiben und nicht zwingend die Füllung. GFK-Handläufe beziehen sich primär auf das Handlaufmaterial und nicht auf ein Seilgeländer als eigenständige Geländerform.