Was unter Palettenlager im Handling zu verstehen ist
Palettenlager bezeichnet die Lagerhaltung von Gütern auf standardisierten Ladehilfsmitteln. Im Unterschied zur reinen Transportleistung steht hier die strukturierte Aufnahme, Platzzuweisung, Zwischenlagerung und Auslagerung im Vordergrund. Innerhalb des Bereichs Handling bildet das Palettenlager die Schnittstelle zwischen Wareneingang, interner Lagerbewegung und Versandvorbereitung.
Typische Lagergüter in der Printmedien-Logistik
Gelagert werden vor allem Waren, die in palettierter Form angeliefert oder weitergegeben werden. Dazu zählen beispielsweise Zeitschriften, Prospekte, Beilagen, Papierstapel oder verpackte Druckerzeugnisse. Ein Palettenlager wird genutzt, wenn Bestände für zeitversetzte Auslieferungen, Produktionsabstimmungen, Kommissionierung oder Verteilprozesse vorgehalten werden müssen.
Organisation von Stellplätzen und Warenbewegungen
Die Ausgestaltung eines Palettenlagers richtet sich nach Warenformat, Umschlagshäufigkeit, Stapelbarkeit und benötigter Zugriffsgeschwindigkeit. Je nach Anforderung werden feste oder variable Stellplätze verwendet und Bestände nach Auftrag, Ausgabe, Titel, Charge oder Zeitraum getrennt geführt. Für die operative Abwicklung sind klare Prozesse bei Einlagerung, Umlagerung, Bereitstellung und Auslagerung entscheidend, damit palettierte Sendungen ohne unnötige Such- und Umsetzbewegungen verfügbar bleiben.
Abgrenzung zu Blocklager, Kleinteilelager und Lagerverwaltung
Ein Palettenlager ist auf palettierte Einheiten ausgelegt und damit von einem Kleinteilelager zu unterscheiden, das einzelne Artikel, Gebinde oder Behälter verwaltet. Gegenüber dem Blocklager beschreibt Palettenlager nicht zwingend eine bestimmte Lagerform am Boden; palettierte Ware kann je nach Aufbau auch anders organisiert sein. Die Lagerverwaltung wiederum ist keine eigene Lagerart, sondern die administrative und systemseitige Steuerung der Bestände, Bewegungen und Auswertungen innerhalb des Lagers.