Konstruktionsprinzip eines festen Masts
Ein fester Mast ist ein starrer Bestandteil des Stapelkrans und verändert seine Bauform während des Betriebs nicht. Der Stapelkran fährt in der Regalgasse, während die Last entlang des Masts auf die gewünschte Lagerebene bewegt wird. Dadurch bleibt das Bewegungsverhalten der Maschine klar auf die Fahrbewegung in der Gasse und die Hubbewegung am Mast getrennt. Die Bauart ist auf eine stabile Führung innerhalb fest geplanter Anlagen ausgelegt.
Typische Einsatzbereiche in Regal- und Lageranlagen
Stapelkrane mit festem Mast werden in automatisierten Lagerbereichen mit wiederkehrenden Prozessen und definierten Lagerplätzen eingesetzt. Typisch sind Regalgassen, in denen Ladeeinheiten mit konstanten Abmessungen oder klar festgelegten Toleranzen ein- und ausgelagert werden. Die Bauart passt zu Anlagen, bei denen Höhen, Fachabstände, Fahrwege und Übergabepunkte im Voraus abgestimmt sind. Sie kommt innerhalb der Regalbedienung dort zum Einsatz, wo die Mastkonstruktion nicht an wechselnde Zugangssituationen angepasst werden muss.
Auslegung nach Lastgut, Hubhöhe und Lastaufnahmemittel
Die konkrete Ausführung richtet sich nach dem zu bewegenden Lastgut, der geforderten Hubhöhe und dem verwendeten Lastaufnahmemittel. Je nach Lagerkonzept werden Stapelkrane mit festem Mast für Paletten, Behälter oder andere standardisierte Ladeeinheiten ausgelegt. Ebenso relevant sind die Anordnung der Regalfächer, die Tiefe der Lagerplätze und die Übergabe an vor- oder nachgelagerte Fördertechnik. Der feste Mast ist damit keine isolierte Eigenschaft, sondern Teil der gesamten Maschinen- und Anlagenkonfiguration.
Abgrenzung zu Scherenmast und Teleskopmast
Innerhalb der Stapelkrane beschreibt "mit festem Mast" eine Bauart ohne veränderliche Mastgeometrie. Im Unterschied dazu arbeiten Stapelkrane mit Scherenmast über eine scherenartige Kinematik, während ein Teleskopmast über ausfahrende Mastsegmente verfügt. Diese alternativen Bauarten werden genutzt, wenn Reichweite oder Bewegungsprofil anders gelöst werden müssen. Die Abgrenzung zu Zutritts-, Überwachungs- oder Sicherungstechnik besteht ebenfalls klar: Hier geht es nicht um Gebäudesicherheit, sondern um die mechanische und anlagentechnische Ausführung der Regalbedienung in der Intralogistik.