Was unter Regale in der Lagertechnik fällt
Regale dienen der strukturierten Lagerung von Stückgut, Behältern, Paletten, Langgut oder Sondergebinden. Sie können für manuelle Zugriffe, für die Bedienung mit Flurförderzeugen oder für teilautomatisierte Abläufe ausgelegt sein. Massgebend sind unter anderem Tragfähigkeit, Fachaufteilung, Zugriffsart, Lagerdichte und die Eignung für das jeweilige Lagergut. Je nach Bauart stehen die direkte Entnahme, die platzsparende Verdichtung oder ein festgelegter Warenfluss im Vordergrund.
Typische Einsatzbereiche im Lager und in der Kommissionierung
Regale kommen in Wareneingang, Reserve- und Pufferlager, Kommissionierzonen, Ersatzteillagern sowie in produktionsnahen Bereitstellbereichen zum Einsatz. Palettenregale werden für palettierte Ware genutzt, Tablar- und Schubladenregale für Kleinteile und Einzelpositionen. Kragarm- und Freiträgerregale eignen sich für Langgut wie Profile, Rohre oder Platten. Durchlauf- und Durchfahrregale werden dort eingesetzt, wo eine hohe Flächenausnutzung oder ein definierter Materialfluss erforderlich ist.
Regalarten von Standard- bis Spezialausführung
Zu den verbreiteten Bauarten zählen Palettenregale, Schwerlastregale, Tablarregale, Schubladenregale und Rollregale. Für besondere Lagergüter stehen unter anderem Fassregale, Rohrregale sowie Kragarm- und Freiträgerregale zur Verfügung. Durchlaufregale unterstützen die Lagerung mit vorgegebenem Nachschubprinzip, während Durchfahrregale auf eine kompakte Blocklagerung ausgerichtet sind. Verschieberegale und Umlaufregale dienen der Verdichtung oder der ergonomischen Bereitstellung, Spezialregale decken Anforderungen ab, die mit Standardbauarten nicht sinnvoll abgebildet werden.
Abgrenzung zu Regalanlagen und verwandten Leistungen
Die Leistung Regale bezieht sich auf einzelne Regaltypen und deren funktionale Ausprägung. Regalanlagen gehen darüber hinaus und umfassen die Zusammenstellung mehrerer Regale zu einer gesamten Lagerstruktur mit passender Anordnung, Erschliessung und Einbindung in den Betriebsablauf. Fahrzeugeinrichtungen sind dagegen auf mobile Stauraumlösungen in Nutzfahrzeugen ausgelegt und keine stationären Lagerregale. Garderobenanlagen und Garderobenschränke dienen der Personen- und Kleideraufbewahrung und gehören nicht zur Lagertechnik.