Funktion und Aufbau von Containern in der Lagerlogistik
Container fassen grössere Warenmengen in einer geschlossenen oder technisch definierten Ladeeinheit zusammen. Sie sind für wiederholte Handhabung mit Flurförderzeugen, Hebezeugen oder anderen Umschlagsmitteln ausgelegt und können je nach Ausführung feste Wände, Türen, Deckel, Isolierung oder Anschlüsse aufweisen. Im Unterschied zu einfachen Transportverpackungen stehen bei Containern die sichere Aufnahme, der Schutz des Inhalts und die planbare Handhabung im logistischen Prozess im Vordergrund.
Einsatzbereiche zwischen Lager, Umschlag und Transport
Container werden im Wareneingang, in Zwischenlagern, in Bereitstellzonen, im Werksverkehr und im Versand eingesetzt. Sie eignen sich für Güter, die gesammelt, getrennt, geschützt oder unter bestimmten Bedingungen transportiert werden müssen. Auch bei temporären Lagerflächen, auf Betriebshöfen oder in Transportketten mit mehreren Umschlagpunkten sind Container sinnvoll, weil sie Warenbewegungen bündeln und die Handhabung standardisieren.
Spezialisierte Containerarten für besondere Anforderungen
Innerhalb der Leistung Container gibt es Ausführungen für klar abgegrenzte Einsatzfälle. Brandschutzcontainer kommen dort zum Einsatz, wo erhöhte Anforderungen an Abschottung oder Feuerwiderstand bestehen können. Gefahrgutcontainer sind auf Stoffe mit besonderen Anforderungen an Rückhaltung, Dichtheit, Sicherung oder Kennzeichnung ausgelegt. Kühlcontainer dienen der temperaturgeführten Lagerung und dem Transport empfindlicher Waren. Tankcontainer werden für flüssige oder vergleichbar förderbare Medien verwendet.
Abgrenzung zu Behältern, Big Bags sowie Boxen und Kasten
Container gehören zur übergeordneten Kategorie Lagerbehälter und Transportbehälter, unterscheiden sich aber durch Volumen, Bauweise und Einsatzprofil von anderen Lösungen. Allgemeine Behälter decken ein breites Spektrum ab und sind oft weniger klar auf wiederholte Umschlag- und Transporteinsätze in grösseren Einheiten ausgerichtet. Big Bags sind flexible Lösungen für Schüttgüter und andere rieselfähige Inhalte. Boxen und Kasten dienen eher kleineren Ladeeinheiten, der Kommissionierung oder der innerbetrieblichen Bereitstellung. Container bilden damit den Bereich für robuste, klar definierte und häufig spezialisierte Grossbehälter.