Bewegung in zwei Achsen
Ein Kreuztisch kombiniert zwei lineare Verstelleinheiten übereinander, sodass eine Tischplatte oder Aufnahme sowohl in Längs- als auch in Querrichtung verfahren werden kann. Damit lassen sich Positionen fein anpassen, ohne das Transportgut von Hand umsetzen zu müssen. Je nach Ausführung erfolgt die Verstellung manuell oder über einen Antrieb. Der Tisch dient damit als mechanische Schnittstelle zwischen Zuführung, Bearbeitung, Kontrolle oder Übergabe.
Typische Einsatzbereiche in Lager und Intralogistik
In der Intralogistik kommen Kreuztische dort zum Einsatz, wo Ladeeinheiten oder Werkstücke an einen definierten Bearbeitungs- oder Entnahmepunkt gebracht werden müssen. Das betrifft zum Beispiel Kommissionierplätze, Prüfstationen, Verpackungsbereiche oder Übergänge zwischen Fördertechnik und manuellen Arbeitsplätzen. Auch bei beengten Platzverhältnissen können Kreuztische helfen, seitliche Korrekturen vorzunehmen, ohne die gesamte Anlage oder den Arbeitsplatz zu verschieben.
Ausführungen nach Verstellart und Tischaufbau
Kreuztische unterscheiden sich vor allem nach Verstellweg, Tragfähigkeit, Genauigkeitsanforderung und Art der Tischoberfläche. Je nach Anwendung werden kompakte Modelle für leichte Werkstücke oder robustere Ausführungen für höhere Lasten eingesetzt. Möglich sind unter anderem glatte Auflageflächen, Aufnahmeplatten für Vorrichtungen oder anwendungsspezifische Aufbauten. Relevant ist zudem, ob die Verstellung vor allem dem groben Positionieren oder einer feineren Ausrichtung dient.
Abgrenzung zu Drehtischen, Hubtischen und Längstischen
Innerhalb der Tische in der Lagertechnik sind Kreuztische für zweiachsige horizontale Bewegungen ausgelegt. Hubtische verändern dagegen primär die Höhe, Drehtische die Winkelstellung und Längstische verfahren in der Regel nur entlang einer Achse. Montagetische und Packtische sind stärker auf Arbeitsflächen und ergonomische Nutzung ausgerichtet, während Kreuztische eine gezielte Positionskorrektur ermöglichen. Von Rundschalttischen unterscheiden sie sich durch ihre lineare statt taktweise rotierende Bewegung.