Funktionsprinzip beim senkrechten Fördern
Ein Vertikalmagnetförderer arbeitet mit magnetischen Trage- oder Mitnahmeelementen, die ferromagnetische Teile aufnehmen und entlang einer vertikalen Förderstrecke bewegen. Je nach Ausführung kommen Permanent- oder Elektromagnete zum Einsatz. Entscheidend ist, dass das Fördergut magnetisierbar ist und sich während der Übergabe sowie während des Transports kontrolliert führen und lösen lässt. Häufig werden Führungen, Abstreifer oder Übergabeeinheiten ergänzt, damit die Teile an der Abgabestelle definiert ausgetragen werden.
Typische Einsatzbereiche in Produktion und Intralogistik
Vertikalmagnetförderer werden vor allem für einzelne Metallteile, Blechzuschnitte, Stanzteile oder ähnliche ferromagnetische Fördergüter eingesetzt. Typische Anwendungen sind Höhenüberbrückungen zwischen Bearbeitungsstationen, Pressen, Zuführungen, Sortierstrecken oder Pufferebenen. Sie eignen sich besonders dort, wo ein kompakter vertikaler Materialfluss benötigt wird und das Fördergut auf engem Raum zwischen Maschinen oder Prozessschritten bewegt werden muss.
Ausführungen und konstruktive Unterschiede
Die Systeme unterscheiden sich unter anderem in Magnetart, Fördergeschwindigkeit, Förderträgergeometrie und Übergabekonzept. Relevant sind auch die Ausrichtung des Förderguts, die Teilegrösse, die Blechdicke sowie mögliche Anhaftungen durch Öl, Späne oder Mehrfachlagen. Für dünne oder flächige Teile ist die Auslegung der Magnetfläche und der Trenntechnik besonders entscheidend, damit keine ungewollten Doppelentnahmen oder Verklebungen entstehen. In automatisierten Anlagen werden Vertikalmagnetförderer oft mit Sensorik zur Teileerkennung und Positionskontrolle kombiniert.
Abgrenzung zu anderen Spezialförderern
Innerhalb der Förderanlagen zählen Vertikalmagnetförderer zu den Spezialförderern, weil sie auf magnetisierbare Fördergüter ausgelegt sind und meist prozessspezifisch konstruiert werden. Im Unterschied zu Hochförderern oder Schrägförderern fördern sie nicht beliebige Stückgüter, sondern nur Teile, die sich magnetisch halten lassen. Gegenüber Becherwerken dienen sie nicht dem Transport von Schüttgut in Förderbehältern. Von Schwingförderern unterscheiden sie sich durch das Förderprinzip: Die Vertikalbewegung entsteht nicht durch Vibration, sondern durch magnetisch gehaltene Mitnahme entlang einer festen Strecke.