Förderprinzip im Trog
Beim Trogkettenförderer läuft eine Kette durch einen Trog und bewegt das Fördergut mittels Mitnehmern entlang der Förderstrecke. Das Material wird nicht frei geworfen, sondern innerhalb des Trogs geführt, was eine kontrollierte Übergabe zwischen Einlauf und Auslauf ermöglicht. Je nach Ausführung kann der Förderer horizontal oder geneigt arbeiten. Die Bauart eignet sich besonders dort, wo ein geschlossener Materialfluss und eine klare Führung des Schüttguts verlangt sind.
Typische Anwendungen für Schüttgutströme
Trogkettenförderer werden in innerbetrieblichen Materialflüssen eingesetzt, wenn Schüttgüter aus Silos, Bunkern, Trichtern oder Prozessschritten weitertransportiert werden. Typische Fördergüter sind Granulate, Pulver, Körner oder Mischfraktionen, sofern deren Eigenschaften zur Auslegung der Anlage passen. Häufig geht es um gleichmässige Zuführung, Austrag oder Verteilung auf nachgelagerte Aggregate. Die gekapselte Bauweise ist vorteilhaft, wenn Staub, Materialverluste oder Verschmutzung des Umfelds begrenzt werden sollen.
Ausführungen nach Fördergut und Anlagenlayout
Die konkrete Ausführung richtet sich nach Fördermenge, Korngrösse, Materialverhalten und Streckenverlauf. Unterschiede betreffen unter anderem Trogbauform, Kettenart, Mitnehmergeometrie, Einlauf- und Auslaufstellen sowie den Verschleissschutz. Je nach Bedarf sind einfache Durchlaufstrecken, geneigte Abschnitte oder Anlagen mit mehreren Materialaufgaben und Entnahmepunkten möglich. Bei anspruchsvollen Fördergütern stehen zudem Reinigbarkeit, Dichtheit und wartungszugängliche Komponenten im Vordergrund.
Abgrenzung zu anderen Kettenförderern
Als Unterform der Kettenförderer sind Trogkettenförderer auf Schüttgut in einem geführten Trog ausgelegt. Sie unterscheiden sich von Kettenkreisförderern, die eher für umlaufende Stückgut- oder Warenträgersysteme verwendet werden. Power-&-Free-Kreisförderer sind auf hängende Fördertechnik mit Stau- und Ausschleusfunktionen ausgerichtet, während Seilförderer mit Zugseilen andere Strecken- und Lastkonzepte verfolgen. Unterflurkettenförderer wiederum werden in den Boden integriert und typischerweise für Fahrzeuge, Werkstückträger oder Lastaufnahmen genutzt, nicht für den geschlossenen Transport loser Schüttgüter.