Funktionsprinzip bei 2-Seil-Luftseilbahnen
Bei einer 2-Seil-Anlage übernehmen verschiedene Seile unterschiedliche Aufgaben. Das Tragseil trägt das Fahrzeug beziehungsweise dessen Fahrwerk, während das Zugseil die Bewegung entlang der Strecke erzeugt. Diese Trennung prägt die Konstruktion der Fahrzeuge, der Stützen, der Stationen und der Seilführung.
Typische Einsatzkontexte im Seilbahnbau
2-Seil-Systeme werden dort eingesetzt, wo eine Luftseilbahn als eigenständiges Verkehrsmittel oder als Erschliessungslösung geplant wird. Dazu gehören Verbindungen über unwegsames Gelände, Querungen von Hindernissen sowie klassische Pendelbahnstrecken zwischen festen Stationen. Die Systemwahl hängt von Trassierung, Fahrzeugkonzept, Betriebsart und den örtlichen Rahmenbedingungen ab.
Technische Ausprägungen von 2-Seil-Anlagen
Innerhalb des 2-Seil-Bereichs unterscheiden sich Anlagen unter anderem durch Seilanordnung, Fahrzeuggrösse, Stationskonzept und die Auslegung von Antrieb und Spannung. Je nach Bahntyp sind ein oder mehrere Tragseile möglich, ebenso unterschiedliche Fahrwerke und Aufhängungen. Auch die Streckenbauwerke und die Führung des Zugseils werden auf das jeweilige System abgestimmt.
Abgrenzung zu 1-Seil-Systemen
Im Unterschied zur Geschwisterleistung 1-Seil nutzt ein 2-Seil-System nicht dasselbe Seil zugleich zum Tragen und Ziehen. Bei 1-Seil-Anlagen sind beide Funktionen im selben Seil gebündelt, während sie bei 2-Seil-Anlagen konstruktiv getrennt bleiben. Dadurch unterscheiden sich die Seilführung, die Fahrzeuganbindung und die technische Auslegung der Gesamtanlage.