Temporäre Aufzugssysteme für die Bauphase
Bauaufzüge werden für die befristete Nutzungsdauer eines Bauvorhabens montiert und nach Abschluss wieder demontiert. Typisch sind mastgeführte Systeme mit Plattform oder Kabine, die entlang einer Führung nach oben und unten fahren. Sie schaffen einen geregelten Vertikaltransport dort, wo Treppen, Krane oder interne Gebäudeaufzüge den Materialfluss nicht oder nur eingeschränkt abdecken.
Einsatz in der Baustellenlogistik
Bauaufzüge kommen bei Neu- und Umbauten, Fassadenarbeiten, Innenausbau sowie Sanierungen von mehrgeschossigen Objekten zum Einsatz. Sie werden genutzt, um Paletten, Werkzeuge, Ausbaukomponenten oder kleinere Maschinen gezielt auf bestimmte Ebenen zu bringen. Dadurch lassen sich Materialwege trennen, Wartezeiten reduzieren und einzelne Arbeitsbereiche besser versorgen.
Ausführungen nach Transportgut und Zugangssituation
Je nach Aufgabe werden Bauaufzüge als reine Materialaufzüge oder als kombinierte Personen- und Materialaufzüge ausgeführt. Unterschiede bestehen unter anderem bei Plattform oder Kabine, bei der Art der Beladung sowie bei den möglichen Haltestellen und Zugangssituationen. Die Wahl hängt von Fördergut, Gebäudehöhe, Taktung, Platzverhältnissen und dem geplanten Baustellenablauf ab.
Abgrenzung zu Lastenaufzügen, Personenliften und Etagenförderern
Innerhalb der Förderanlagen gehören Bauaufzüge zu den Aufzügen und Etagenförderern, sind jedoch klar auf den temporären Baustelleneinsatz ausgerichtet. Lastenaufzüge und Personenlifte sind in der Regel als dauerhafte Gebäudetechnik ausgelegt, während Bauaufzüge nach Projektende wieder entfernt werden. Gegenüber Etagenförderern für Stückgüter oder fördertechnischen Komponenten stehen bei Bauaufzügen nicht kontinuierliche Materialströme im Lager, sondern der flexible Transport auf der Baustelle im Vordergrund.