Bauform und Funktion von Muldenwagen
Kennzeichnend ist die fest integrierte Mulde anstelle einer ebenen Plattform oder mehrerer Ladeetagen. Dadurch bleibt Transportgut seitlich geführt und kann auch bei kleineren Teilen, Reststoffen oder feuchtem Material sicherer bewegt werden als auf offenen Wagen. Muldenwagen werden von Hand geschoben oder gezogen und sind für kurze bis mittlere innerbetriebliche Transportwege ausgelegt.
Typische Einsatzbereiche für loses und unregelmässiges Material
Eingesetzt werden Muldenwagen unter anderem in Lagerbereichen, Werkstätten, Produktionsumgebungen, Entsorgung, Recycling und Betriebshöfen. Typische Transportgüter sind Schüttgut, Verpackungsreste, Produktionsabfälle, Späne, Kleinteile oder Material, das sich nicht sinnvoll stapeln lässt. Auch beim Sammeln von Rückständen an mehreren Stationen ist die geschlossene Ladeform zweckmässig.
Ausführungen nach Werkstoff, Volumen und Entleerung
Unterschiede bestehen vor allem beim Material der Mulde, bei ihrem Fassungsvermögen, beim Fahrwerk und bei der Art der Entleerung. Je nach Einsatz kommen robuste Ausführungen für grobes oder schweres Material sowie leichter zu reinigende Varianten für empfindlichere Anwendungen in Frage. Neben starren Bauformen gibt es Modelle, bei denen die Mulde zum Ausleeren gekippt oder anders entleert werden kann.
Abgrenzung zu anderen Handwagen
Innerhalb der Handwagen sind Muldenwagen auf Güter ausgelegt, die seitlich eingefasst transportiert werden müssen. Behälterwagen dienen eher dem Transport einzelner Kisten oder Boxen, Plattformwagen tragen flächige Lasten, und Etagenwagen schaffen getrennte Ladeebenen für kommissionierte Ware. Tankwagen sind für Flüssigkeiten vorgesehen; Muldenwagen dagegen für feste, lose oder unregelmässige Materialien.