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Sichtmaschinen

Sichtmaschinen erfassen Produktströme in Sortieranlagen anhand optisch erkennbarer oder sensorisch auswertbarer Merkmale und trennen auffällige Teile aus. In der Herstellung von Backwaren werden sie vor allem dort eingesetzt, wo Rohstoffe, Teiglinge oder fertige Produkte auf Fremdteile, Farbabweichungen oder Formfehler geprüft werden. Innerhalb der Sortiertechnik stehen sie für die visuelle Qualitätskontrolle mit automatisierter Ausschleusung.

Wie Sichtmaschinen in Sortieranlagen arbeiten

Eine Sichtmaschine prüft Produkte während des Durchlaufs mit Kameras oder anderen optischen Sensorsystemen. Bewertet werden je nach Auslegung Merkmale wie Farbe, Form, Oberfläche, Grösse oder sichtbare Verunreinigungen. Wird eine Abweichung erkannt, trennt die Anlage das betroffene Produkt oder den betroffenen Anteil des Produktstroms über ein Ausschleussystem vom Gutmaterial. Die Prüfung erfolgt kontinuierlich und ist auf eine definierte Produktlage, Geschwindigkeit und Beleuchtung angewiesen.

Einsatz in der Herstellung von Backwaren

Im Umfeld der Backwarenherstellung kommen Sichtmaschinen sowohl bei Rohstoffen als auch bei Zwischen- und Endprodukten infrage. Typische Anwendungen sind die Kontrolle von Schüttgütern vor dem Mischen, die Prüfung geformter Teiglinge oder die Aussortierung fehlerhafter Backwaren nach dem Backprozess. Je nach Prozessschritt dienen sie der Fremdkörpererkennung, der optischen Qualitätsbewertung oder der Trennung von Produkten mit unzulässigen Abweichungen. Entscheidend ist dabei, an welcher Stelle der Linie das Produkt stabil und einzeln genug geführt werden kann.

Ausführungen nach Prüfmerkmal und Produkthandling

Sichtmaschinen unterscheiden sich vor allem nach dem erfassten Merkmal und nach der Art, wie das Produkt präsentiert wird. Für frei fliessende Produkte werden andere Zuführungen und Auswurfsysteme eingesetzt als für Stückwaren auf Band. Ebenso variiert die Auslegung je nachdem, ob einzelne Defekte erkannt, Klassen gebildet oder Ausschussanteile entfernt werden sollen. Bei der Auswahl sind deshalb Produktoberfläche, Kontrast, Durchsatz, Reinigbarkeit und die Einbindung in bestehende Förder- und Sortierstrecken massgebend.

Abgrenzung zu Probennehmern und Trieuren

Als Unterkategorie der Sortieranlagen sind Sichtmaschinen auf die visuelle oder sensorisch gestützte Beurteilung des laufenden Produktstroms ausgerichtet. Probennehmer erfüllen eine andere Aufgabe: Sie entnehmen Material für Labor- oder Qualitätsprüfungen, sortieren aber nicht den gesamten Strom. Trieure trennen Produkte dagegen mechanisch nach Form- oder Längenmerkmalen und arbeiten ohne optische Bewertung. Sichtmaschinen werden eingesetzt, wenn Abweichungen nicht allein über einfache mechanische Trennkriterien erfasst werden können.

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Die folgenden Unternehmen bieten Sichtmaschinen oder zugehörige Integrationsleistungen für Sortieranlagen in der Lebensmittelherstellung an. Unterschiede bestehen unter anderem bei Produkthandling, Prüfkriterien und Einbindung in bestehende Linien.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Sichtmaschinen

  • Welche Merkmale kann eine Sichtmaschine prüfen?

    Je nach System unter anderem Farbe, Form, Grösse, Oberflächenfehler und sichtbare Verunreinigungen.

  • Eignen sich Sichtmaschinen nur für Rohstoffe?

    Nein. Sie können auch bei Teiglingen, Halbprodukten oder fertigen Backwaren eingesetzt werden, sofern die Produktführung dafür geeignet ist.

  • Was ist der Unterschied zwischen einer Sichtmaschine und einem Trieur?

    Ein Trieur trennt mechanisch nach geometrischen Merkmalen. Eine Sichtmaschine bewertet Produkte optisch oder sensorisch und sortiert auf dieser Basis aus.

  • Wo wird eine Sichtmaschine in der Linie eingebaut?

    Typisch sind Positionen nach der Vereinzelung, nach einem Prozessschritt mit sichtbaren Qualitätsmerkmalen oder vor der Verpackung.


Weitere Leistungen unter
Sortieranlagen

  • Probennehmer
  • Trieure

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