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Mehrkomponentendosiergeräte

Mehrkomponentendosiergeräte dosieren drei oder mehr Materialströme in festgelegten Verhältnissen und führen sie einem Prozess kontrolliert zu. In der Kunststoffverarbeitung werden sie eingesetzt, wenn Rezepturen aus mehreren Rohstoffen, Additiven oder Farbkomponenten bestehen. Entscheidend ist das abgestimmte Zusammenwirken aller Dosierkanäle, damit Mischungsverhältnis und Materialeinsatz reproduzierbar bleiben.

Wie Mehrkomponentendosiergeräte arbeiten

Mehrkomponentendosiergeräte erfassen und fördern mehrere Komponenten getrennt und stimmen deren Zugabe auf eine vorgegebene Rezeptur ab. Je nach Ausführung erfolgt die Dosierung volumetrisch oder gravimetrisch sowie kontinuierlich oder chargenweise. Im Unterschied zu einfachen Dosiergeräten steht nicht ein einzelner Materialstrom im Vordergrund, sondern die koordinierte Dosierung mehrerer Stoffe mit definierten Anteilen.

Typische Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung

Eingesetzt werden Mehrkomponentendosiergeräte dort, wo Basismaterial mit mehreren Zusatzstoffen kombiniert wird, etwa bei wechselnden Rezepturen, bei Materialmischungen mit Additiven oder bei Prozessen mit mehreren flüssigen und festen Komponenten. Sie kommen maschinennah an Verarbeitungsanlagen ebenso vor wie in übergeordneten Materialversorgungskonzepten. Relevant sind sie vor allem dann, wenn die Zusammensetzung nicht aus einer oder zwei Komponenten besteht, sondern aus mehreren parallel zu dosierenden Bestandteilen.

Ausführungen nach Dosierprinzip und Materialart

Die Auslegung richtet sich nach den zu verarbeitenden Materialien und dem Prozess. Übliche Unterschiede betreffen die Anzahl der Dosierstationen, die Eignung für Granulate, Pulver oder Flüssigkeiten, die Art der Rezepturverwaltung sowie die Einbindung in Misch- und Fördertechnik. Je nach Anwendung sind Geräte für häufige Materialwechsel, für kleine Zusatzmengen oder für grössere Durchsätze gefragt.

Abgrenzung zu anderen Dosiergeräten

Innerhalb der Hierarchie gehören Mehrkomponentendosiergeräte zur Leistung Dosiergeräte im Bereich Dosieren und Mischen. Sie unterscheiden sich von Einkomponentendosiergeräten und Zweikomponentendosiergeräten durch die gleichzeitige Handhabung von mehr als zwei Dosierströmen. Von Flüssigfarbendosiergeräten, Master Batches Dosiergeräten und Pigmentedosiergeräten grenzen sie sich dadurch ab, dass sie nicht nur auf eine einzelne Zusatzstoffgruppe ausgerichtet sind, sondern komplette Mehrstoffrezepturen abbilden können.

0 Anbieter

Nachfolgend sind Anbieter für Mehrkomponentendosiergeräte im Kunststoffbereich aufgeführt. Die Einträge decken unterschiedliche Auslegungen, Materialarten und Integrationskonzepte ab.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Mehrkomponentendosiergeräte

  • Worin liegt der Unterschied zu Zweikomponentendosiergeräten?

    Mehrkomponentendosiergeräte verarbeiten drei oder mehr Komponenten in einer Rezeptur. Zweikomponentendosiergeräte sind auf zwei Materialströme ausgelegt.

  • Sind Mehrkomponentendosiergeräte nur für Granulate geeignet?

    Nein. Je nach Ausführung können sie für Granulate, Pulver, Flüssigkeiten oder Kombinationen daraus ausgelegt sein.

  • Wann ist gravimetrisches Dosieren sinnvoll?

    Gravimetrische Systeme sind sinnvoll, wenn Mischungsverhältnisse genau überwacht und dokumentiert werden sollen oder Materialeigenschaften stärker schwanken.

  • Können Mehrkomponentendosiergeräte in bestehende Anlagen integriert werden?

    Ja, sofern Schnittstellen, Durchsatz, Materialverhalten und Platzverhältnisse zur bestehenden Förder-, Misch- und Verarbeitungstechnik passen.


Weitere Leistungen unter
Dosiergeräte

  • Einkomponentendosiergeräte und Zweikomponentendosiergeräte
  • Flüssigfarbendosiergeräte
  • Master Batches Dosiergeräte
  • Pigmentedosiergeräte

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Leistung: Mehrkomponentendosiergeräte in der Kunststoffbranche
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