Aufbau und Funktionsweise von Kragarmregalen
Ein Kragarmregal besteht aus senkrechten Ständern mit horizontal auskragenden Armen. Anders als bei Regalen mit geschlossener Front gibt es keine störenden Vorderstützen, wodurch lange Lagergüter direkt von vorne oder seitlich aufgenommen werden können. Die Last liegt auf den Armen auf, die je nach Ausführung in mehreren Ebenen angeordnet sind. Dadurch lassen sich unterschiedliche Längen und Querschnitte übersichtlich lagern.
Einsatz in der Holzlagerung
Im Holzbereich werden Kragarmregale für Materialien verwendet, die sich in Standardfachregalen nur unpraktisch lagern lassen. Dazu zählen etwa Kanthölzer, Bretter, Leisten, Rahmenmaterial, Stäbe oder gebündelte Holzwerkstoffe mit grosser Länge. Auch Restlängen oder sortengetrennte Lagerpositionen lassen sich darin strukturieren. Das ist besonders dort sinnvoll, wo Material nach Abmessung, Holzart oder Verwendungszweck getrennt bereitgestellt wird.
Übliche Ausführungen und Lagerkonzepte
Kragarmregale sind unter anderem einseitig oder doppelseitig aufgebaut. Je nach Lagergut kommen unterschiedliche Armlängen, Fachhöhen und Trennelemente zum Einsatz, um lose Ware, Bündel oder Pakete sauber abzulegen. Für Innenbereiche stehen andere Anforderungen im Vordergrund als für überdachte oder offene Aussenlager. Entscheidend ist, dass Regalgeometrie, Ladehilfsmittel und Lagergut zueinander passen.
Abgrenzung zu anderen Regalsystemen
Innerhalb der Lagerung gehört das Kragarmregal zur Untergruppe der Regale und ist auf lange oder überstehende Güter ausgerichtet. Ein Spezialregal ist breiter gefasst und kann für sehr unterschiedliche Sonderformate oder betriebliche Abläufe konzipiert sein, während das Kragarmregal eine klar definierte Bauart mit auskragenden Armen beschreibt. Für palettierte Standardware werden in der Praxis häufig andere Regalsysteme verwendet. Die Wahl hängt deshalb weniger vom Werkstoff Holz als von Länge, Form und Handhabung des Lagerguts ab.