Was unter Lagerung in der Holzbranche zu verstehen ist
Gemeint sind bauliche und maschinelle Systeme, mit denen Materialien geordnet zwischengelagert, dosiert bereitgestellt oder gesammelt werden. Dazu gehören unter anderem Lagerplätze, Regalsysteme, Bunker und Silos. Im Unterschied zu reiner Flächenlagerung geht es hier um technische Lagerlösungen, die auf Materialfluss, Schutz des Lagerguts und eine kontrollierte Entnahme ausgelegt sind.
Typische Lagergüter und Einsatzsituationen
Gelagert werden Rohstoffe, Halbzeuge und Nebenprodukte aus der Holzverarbeitung. Dazu zählen etwa Bretter, Balken, Platten, Palettenware, Holzspäne, Sägemehl oder Hackschnitzel. In Sägereien, Schreinereien, Holzwerkstoffbetrieben und Energieanlagen entstehen dabei unterschiedliche Anforderungen: Stückgut braucht geordnete Zugänglichkeit, Schüttgut eher volumenoptimierte Behälter mit geregelter Austragung.
Bunker, Regale, Silos und Spänesilos
Bunker und Bunkeranlagen werden eingesetzt, wenn Material gesammelt, gepuffert oder einem weiteren Prozess zugeführt wird. Regale eignen sich für geformte Lagergüter wie Platten, Profile oder verpackte Komponenten, bei denen Übersicht und selektiver Zugriff nötig sind. Silos dienen der geschlossenen Lagerung von Schüttgütern; Spänesilos sind auf leichte, voluminöse Holzreste wie Späne oder Sägemehl ausgerichtet und werden häufig mit Förder- oder Absaugsystemen kombiniert.
Abgrenzung zu Reinigung und Verpackung
Innerhalb der übergeordneten Kategorie Lagerung, Reinigung und Verpackung behandelt Lagerung die geordnete Bevorratung und Bereitstellung von Material. Reinigung bezieht sich dagegen auf das Entfernen von Staub, Verschmutzungen oder Fremdstoffen vor oder nach Bearbeitungsschritten. Verpackungsmaschinen und Verpackungsmaterial kommen erst dann zum Einsatz, wenn Produkte für Transport, Schutz oder Versand vorbereitet werden. Lagerung ist zudem von reiner Zuträger- oder Fördertechnik zu unterscheiden, auch wenn die Systeme oft direkt verbunden sind.