Funktion und konstruktiver Aufbau von Handlaufstuetzen
Eine Handlaufstuetze uebertraegt die Belastungen vom Handlauf in das tragende Bauteil und sorgt zugleich fuer die gewuenschte Position des Handlaufs. Konstruktiv besteht sie in der Regel aus einer Befestigungsplatte oder einem Ankerteil, einem Stuetzenarm und einem Anschluss zum Handlauf. Relevant sind die Geometrie des Anschlusses, der Abstand zur Wand, die Verdrehsteifigkeit sowie die Eignung fuer den vorhandenen Untergrund. Bei Holzhandlaeufen ist zudem wichtig, wie der Handlauf am Stuetzenkopf verschraubt, verdeckt befestigt oder formschluessig aufgenommen wird.
Typische Einsatzbereiche bei Treppen und Innenausbau
Handlaufstuetzen werden in Treppenhaeusern, Korridoren, Eingangsbereichen und auf Podesten eingesetzt, ueberall dort, wo ein Handlauf gefuehrt und sicher befestigt werden muss. Im Innenausbau kommen sie sowohl bei Wandhandlaeufen als auch bei geloesten Konstruktionen mit Pfosten zum Einsatz. In Wohnbauten, Verwaltungsgebaeuden, Schulen oder Pflegeeinrichtungen unterscheiden sich vor allem Beanspruchung, Reinigungsanforderungen und Anforderungen an die Materialoberflaeche. Bei Sanierungen ist oft die Anpassung an bestehende Untergruende und vorhandene Handlaufquerschnitte ausschlaggebend.
Bauarten, Materialien und Anschlussdetails
Ueblich sind starre Wandstuetzen, verstellbare Ausfuehrungen sowie Stuetzen mit unterschiedlichen Aufnahmen fuer runde, ovale oder eckige Handlaeufe. Je nach Anwendung werden sichtbare oder verdeckte Befestigungen gewaehlt. Materialseitig kommen etwa Metall, Holz oder Materialkombinationen in Frage, wobei Oberflaeche, Korrosionsschutz und Haptik zur Umgebung passen muessen. Bei der Auswahl zaehlen nicht nur die sichtbare Form, sondern auch Bohrbild, Schraubverbindung, Distanz zur Wand und die Kompatibilitaet mit dem Handlaufprofil.
Abgrenzung zu Griffen, Profilen und anderen Oberflaechenelementen
Handlaufstuetzen sind Befestigungs- und Verbindungselemente fuer Handlaeufe, nicht der Handlauf selbst. Sie unterscheiden sich damit von Griffen, die als direktes Bedienelement ausgelegt sind, sowie von Profilen, Leisten oder Paneelen, die primaer Flaechen, Kanten oder Abschluesse bilden. Innerhalb der Hierarchie gehoeren Handlaufstuetzen zu Oberflaechenelementen und Dekorationselementen, weil sie im sichtbaren Ausbau erscheinen und gestalterisch auf angrenzende Bauteile abgestimmt werden. Im Unterschied zu grossflaechigen Elementen wie Platten oder Kassetten steht hier die tragende Verbindung eines linearen Bauteils im Vordergrund.