Wofür Schutzhelme im Arbeitsschutz ausgelegt sind
Schutzhelme sollen die Einwirkung mechanischer Belastungen auf den Kopf reduzieren. Typisch sind eine harte Helmschale, eine Innenausstattung zur Kraftverteilung und ein verstellbares Tragesystem. Je nach Ausführung können zusätzliche Anforderungen wie Seitenstabilität, elektrische Eigenschaften, Belüftung oder die Aufnahme weiterer Schutzelemente relevant sein.
Einsatzbereiche in der Holzbranche
Im Holzbau, in Werkhallen, auf Montage und in Lagerbereichen entstehen Kopfgefährdungen durch Bauteile, Werkzeuge, Anschlagen an Konstruktionen oder innerbetrieblichen Materialtransport. Auch bei Arbeiten an Gerüsten, unter Lasten oder in Bereichen mit Kranbewegungen werden Schutzhelme eingesetzt. In der Werkstoffbearbeitung ist zusätzlich zu prüfen, ob der Helm mit Gesichts- oder Gehörschutz kombiniert werden muss.
Ausführungen und Ausstattungsmerkmale
Schutzhelme unterscheiden sich unter anderem in Form, Gewicht, Belüftung und Einstellmechanik. Für bestimmte Tätigkeiten sind Modelle mit Kinnriemen, kurzer oder verlängerter Schirmform sowie seitlichen Aufnahmen für Visier oder Kapselgehörschutz verbreitet. Bei längeren Tragezeiten sind Passform, Schweissband, Grössenverstellung und die Kompatibilität mit weiterer persönlicher Schutzausrüstung besonders relevant.
Abgrenzung zu anderer Schutzausrüstung
Schutzhelme decken ausschliesslich den Kopfschutz ab. Sie ersetzen weder Atemschutz bei Staubbelastung noch Gehörschutz bei Lärmeinwirkung oder Schutzbrillen und Gesichtsschutz gegen Späne und Splitter. Im Unterschied zu Schutzvorrichtungen für Maschinen schützen Helme die einzelne Person, während technische Schutzeinrichtungen direkt an der Maschine ansetzen. Innerhalb der Hierarchie gehört Schutzhelme damit als konkrete Produktgruppe unter Arbeitsschutz.