Handschuhe als Teil des Arbeitsschutzes in der Holzbranche
In der Holzbranche dienen Handschuhe dem Schutz der Hände bei manuellen Tätigkeiten mit rauen Oberflächen, Kanten, Splittern und Werkzeugen. Gleichzeitig müssen sie Tastsinn, Beweglichkeit und sicheren Halt erhalten, damit Werkstücke kontrolliert geführt und transportiert werden können. Die Auswahl richtet sich deshalb nicht nur nach dem Schutzbedarf, sondern auch nach Passform, Materialstärke und Griffigkeit.
Typische Einsatzbereiche bei Verarbeitung, Montage und Lager
Handschuhe werden unter anderem beim Zuschnitt, bei Montagearbeiten, in der Verpackung, im Lager und beim innerbetrieblichen Transport verwendet. In Schreinereien und holzverarbeitenden Betrieben kommen sie häufig beim Tragen von Platten, Massivholz, Leisten oder Beschlägen zum Einsatz. Auf Baustellen im Holzbau werden sie zudem bei Arbeiten im Freien, bei wechselnden Temperaturen und beim Umgang mit feuchten Materialien benötigt.
Ausführungen nach Material, Beschichtung und Schutzfunktion
Je nach Anforderung werden leichte Montagehandschuhe, robuste Lederhandschuhe, beschichtete Strickhandschuhe oder Modelle mit erhöhter Schnittfestigkeit eingesetzt. Beschichtungen können die Griffsicherheit auf trockenen oder leicht feuchten Oberflächen verbessern, während gefütterte Varianten für kältere Umgebungen gedacht sind. Für einzelne Arbeitsgänge kommen auch flüssigkeitsdichte oder chemikalienbeständige Handschuhe in Frage, etwa bei Reinigungsarbeiten oder beim Umgang mit bestimmten Hilfsstoffen.
Abgrenzung zu anderer Schutzausrüstung im Arbeitsschutz
Handschuhe schützen gezielt die Hände und ergänzen andere Schutzausrüstungen, ersetzen diese aber nicht. Gegen Staub oder Dämpfe sind Atemschutzprodukte vorgesehen, gegen Lärm Gehörschutz und gegen Augenverletzungen Schutzbrillen oder Gesichtsschutz. Im Unterschied zu Schutzkleidung oder Sicherheitsschuhen beziehen sich Handschuhe auf den direkten Kontakt mit Werkstücken und Werkzeugen; bei Tätigkeiten an Maschinen mit Einzugsstellen kann ihre Verwendung je nach Gefährdung auch eingeschränkt sein.