Bearbeitungsziel bei Holzoberflächen
Beim Schleifen werden Unebenheiten, aufgestellte Fasern, Werkzeugspuren oder alte Zwischenschichten reduziert. Je nach Arbeitsgang reicht die Bearbeitung vom groben Egalisieren bis zum feinen Zwischenschliff vor einer weiteren Behandlung. Polieren setzt deutlich feiner an: Es dient der Glättung der obersten Schicht, der Minderung leichter Gebrauchsspuren oder der gezielten Veränderung von Glanz und Haptik.
Typische Einsatzbereiche in der Holzverarbeitung
Polieren und Schleifen wird in der Möbelherstellung, im Innenausbau, bei Türen, Treppen, Wand- und Deckenverkleidungen sowie im Parkettbereich eingesetzt. Auf rohen Holzflächen schafft das Schleifen eine gleichmässige Ausgangsbasis für Öl, Lack, Wachs oder andere Beschichtungen. Auf bereits behandelten Oberflächen kommt die Bearbeitung unter anderem bei der Auffrischung, beim Zwischenschliff oder bei der optischen Anpassung einzelner Bereiche zum Einsatz.
Schleifmittel und Polituren als Teilbereiche
Zu den Unterleistungen gehören flexible Schleifmittel sowie Poliermittel und Polituren. Flexible Schleifmittel passen sich Konturen, Kanten und profilierten Werkstücken besser an als starre Schleifträger und werden deshalb häufig bei geformten Bauteilen verwendet. Polituren kommen vor allem dort zum Einsatz, wo nach dem Schleifen keine weitere Materialabnahme, sondern eine verfeinerte Oberfläche oder eine angepasste Glanzwirkung gefragt ist. Auswahl und Reihenfolge richten sich nach Holzart, Oberflächenaufbau und gewünschtem Endbild.
Abgrenzung innerhalb der Oberflächenbearbeitung
Polieren und Schleifen gehört innerhalb der Oberflächenbearbeitung zu den vorbereitenden und verfeinernden Arbeitsschritten. Im Unterschied zu Beschichtungsmaterialien, Lacken, Ölen oder Wachsen wird hier keine neue Schutz- oder Dekorschicht aufgebaut, sondern die vorhandene Holz- oder Oberflächenstruktur bearbeitet. Gegenüber Belagentfernung und Reinigung liegt der Schwerpunkt nicht auf dem Entfernen von Schmutz oder Altbelägen, sondern auf dem gezielten Abtrag und der Oberflächenqualität. Ausbesserungsmaterialien und Holzreparaturstoffe dienen dagegen dem Schliessen und Ergänzen von Fehlstellen, nicht der flächigen Feinbearbeitung.