Wofür diese Holzschutzmittel vorgesehen sind
Diese Mittel dienen der Vorbeugung oder Bekämpfung von tierischem Befall im oder am Holz. Je nach Produkt sollen sie das Eindringen von Schädlingen erschweren, vorhandene Entwicklungsstadien im Holz erfassen oder die weitere Ausbreitung begrenzen. Ob eine vorbeugende Behandlung genügt oder eine gezielte Bekämpfung nötig ist, hängt von der Befallssituation, der Einbaulage und dem Zustand des Holzes ab.
Typische Einsatzsituationen bei verbautem und verarbeitetem Holz
Zum Einsatz kommen solche Produkte bei Bauteilen, Holzwerkstoffen oder Holzelementen, die anfällig für tierischen Befall sind oder bereits entsprechende Spuren zeigen. Relevante Kontexte sind unter anderem Dachbereiche, Tragwerke, Verkleidungen, Lagerholz oder andere Konstruktionen mit erschwerter Kontrolle über längere Nutzungszeiten. Auch bei Sanierungen kann die Behandlung Teil eines Massnahmenpakets sein, wenn befallene Zonen gesichert oder nachbehandelt werden müssen.
Produktarten und Auswahlkriterien
Innerhalb dieser Produktgruppe wird meist zwischen vorbeugendem Schutz und Mitteln zur Behandlung eines bestehenden Befalls unterschieden. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Holzart, Oberflächenzustand, Zugänglichkeit, Eindringtiefe, sichtbarer Befallsintensität und danach, ob anschliessend weitere Beschichtungen vorgesehen sind. Ebenfalls relevant ist, ob nur die Oberfläche behandelt wird oder ob Bereiche im Inneren des Bauteils berücksichtigt werden müssen.
Abgrenzung zu anderen Holzschutzmitteln
Holzschutzmittel gegen tierische Schädlinge sind innerhalb der Oberflächenbearbeitung dem Bereich Holzschutzmittel zugeordnet. Sie unterscheiden sich von Holzschutzmitteln gegen pflanzliche Schädlinge, die auf Pilze, Algen oder andere pflanzlich beziehungsweise mikrobiell geprägte Schadbilder ausgerichtet sind. Von Holzlasuren, Grundiermitteln, Lichtschutzmitteln oder Ligninschutzmitteln grenzen sie sich dadurch ab, dass nicht Optik, Haftvermittlung oder UV-bezogene Alterung im Vordergrund stehen, sondern der Schutz vor tierischem Befall.