Welche Möbel zum Badmöbelbau gehören
Zu Badezimmermöbeln zählen fest eingebaute oder frei stehende Möbelelemente für Stauraum, Ablage und Einbindung von Sanitärbereichen. Typisch sind Unterschränke unter dem Waschtisch, Hochschränke, Spiegelschränke, Sideboards, Nischenmöbel oder Kombinationen aus offenen und geschlossenen Fächern. Im Innenausbau werden diese Möbel oft so geplant, dass Leitungen, Siphons, Vorwände oder unregelmässige Raumverhältnisse sauber aufgenommen werden. Dadurch unterscheidet sich der Badmöbelbau von standardisierten Möbellösungen für trockene Wohnräume.
Typische Einbausituationen im Badezimmer
Badmöbel werden häufig dort eingesetzt, wo jeder Zentimeter genutzt werden muss: in kleinen Bädern, Gäste-WCs, Dachschrägen, Nischen oder bei Sanierungen mit bestehender Haustechnik. Masslösungen sind besonders dort sinnvoll, wo Standardbreiten nicht zu Wandabständen, Installationen oder Türöffnungen passen. Auch Doppelwaschplätze, integrierte Wäschefächer oder Möbel entlang von Vorwandinstallationen gehören zu typischen Aufgaben. Im Objektbereich können zusätzlich robuste Oberflächen, leicht zu reinigende Fronten und klare Fugenbilder relevant sein.
Materialien und konstruktive Anforderungen im Nassbereich
Für Badmöbel werden häufig Holzwerkstoffe mit geeigneten Oberflächen eingesetzt, etwa beschichtete Platten, furnierte Trägerplatten oder lackierte Fronten. Entscheidend sind nicht nur die sichtbaren Flächen, sondern auch Kanten, Bohrungen, Rückwände und Anschlüsse an Wand oder Becken, weil dort Feuchtigkeit besonders einwirkt. Beschläge, Auszüge und Scharniere müssen für den regelmässigen Gebrauch und das feuchte Raumklima geeignet sein. Bei der Konstruktion werden zudem Belüftung, Reinigbarkeit, Griffkonzepte und der Zugang zu Installationen mitberücksichtigt.
Abgrenzung zu anderen Innenausbau- und Sanitärleistungen
Badezimmermöbel gehören im Innenausbau zur möbelseitigen Gestaltung des Bads, nicht zur Sanitärtechnik selbst. Ein Waschtisch oder Badebecken kann mit einem Möbel kombiniert sein, ist aber fachlich nicht dasselbe wie der Unterschrank; Armaturen und Duschkabinen sind separate Leistungen. Gegenüber Küchen sind Badmöbel stärker auf begrenzte Tiefe, Feuchtraumbeanspruchung und Anschlüsse im Sanitärbereich ausgerichtet. Von allgemeinen Regalen und Schränken unterscheiden sie sich durch ihre Anpassung an Nasszonen, Installationen und die üblichen Abläufe im Badezimmer.