Was Türantriebe bei Türen technisch leisten
Ein Türantrieb erzeugt die Öffnungs- und teilweise auch die Schliessbewegung einer Tür über einen motorischen Antrieb. Je nach System erfolgt die Auslösung über Taster, Sensoren, Zutrittssysteme oder manuelle Impulse mit anschliessender Unterstützung. Relevant sind dabei unter anderem Türtyp, Öffnungsrichtung, Platzverhältnisse, Nutzungsfrequenz und die Abstimmung mit Schloss, Beschlag und Türschliesser.
Typische Einbausituationen für Türantriebe
Türantriebe werden häufig an stark frequentierten Innentüren, an Eingängen mit barrierefreiem Zugang sowie in Gebäuden mit hygienischen oder organisatorischen Anforderungen eingesetzt. Auch bei schweren Türblättern oder Türen, die regelmässig von Personen mit eingeschränkter Mobilität genutzt werden, sind motorische Lösungen zweckmässig. Im Objektbereich betrifft das unter anderem Verwaltungsbauten, Gesundheitseinrichtungen, Gewerbeflächen und Wohnbauten mit gemeinschaftlichen Zugängen.
Ausführungen nach Türsystem und Steuerung
Türantriebe unterscheiden sich vor allem nach dem bewegten Türsystem. Verbreitet sind Antriebe für Drehflügeltüren sowie Antriebslösungen für Schiebetüren. Je nach Ausführung arbeiten sie vollautomatisch, impulsgesteuert oder als Antrieb mit Low-Energy-Funktion für kontrollierte, reduzierte Bewegungsabläufe. Zusätzlich unterscheiden sich Systeme in der Art der Montage, in der Anbindung an Sensorik und in den Möglichkeiten zur Kopplung mit Sicherheits- oder Gebäudefunktionen.
Abgrenzung zu Elektrotüröffnern und weiterem Türen Zubehör
Türantriebe sind innerhalb von Türen Zubehör den aktiven Bewegungssystemen zuzuordnen. Sie unterscheiden sich von Elektrotüröffnern dadurch, dass diese in der Regel nur die Verriegelung freigeben, die Tür aber nicht selbst bewegen. Gegenüber Türelementen, Zargen, Türfuttern oder Dichtungen handelt es sich nicht um konstruktive Grundbestandteile der Tür, sondern um funktionale Zusatztechnik, die auf die vorhandene Tür abgestimmt wird.