Wie Absenkdichtungen funktionieren
Eine Absenkdichtung besteht aus einem auslösenden Mechanismus und einem beweglichen Dichtprofil. Beim Schliessen der Tür wird die Dichtung über einen seitlichen Auslöser aktiviert und senkt sich gegen den Boden ab. Beim Öffnen zieht sie sich zurück. Dadurch lässt sich der Türspalt am Boden abdichten, ohne dass eine dauerhafte Reibung zwischen Dichtung und Bodenbelag entsteht.
Typische Einsatzbereiche im Türenbau
Absenkdichtungen kommen bei Innentüren, Bürotrennungen, Wohnungsabschlüssen und weiteren Türen mit erhöhten Anforderungen an den unteren Abschluss vor. Sie sind besonders relevant, wenn unterschiedliche Bodenbeläge, geringe Bodenluft oder ein sauberer Türlauf berücksichtigt werden müssen. Im Schreiner- und Türenbau werden sie sowohl bei Neubauten als auch bei Nachrüstungen eingesetzt, sofern Türblatt, Bodenaufbau und Beschlagssituation dafür geeignet sind.
Einbauarten und konstruktive Unterschiede
Je nach Türkonstruktion werden Absenkdichtungen eingefräst in das Türblatt integriert oder aufgesetzt montiert. Unterschiede bestehen unter anderem in der Bauhöhe, im Verstellbereich, in der Auslösung einseitig oder beidseitig sowie in der Eignung für glatte, harte oder leicht unregelmässige Bodenflächen. Bei der Auswahl sind Türblattstärke, Bodenabstand, Bodenschwelle und die geplante Nutzung der Tür zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu anderem Türen Zubehör
Innerhalb der Hierarchie Türen Zubehör sind Absenkdichtungen auf den unteren Türabschluss spezialisiert. Sie unterscheiden sich von Dichtungen für Türen, die meist im Falz oder am Rahmen sitzen und seitliche oder obere Fugen abdichten. Von Zargen, Türfuttern und Türelementen grenzen sie sich als funktionales Einzelbauteil ab. Im Unterschied zu Türantrieben oder Elektrotüröffnern übernehmen Absenkdichtungen keine Öffnungs- oder Schliessfunktion, sondern ausschliesslich die kontrollierte Abdichtung im Bodenbereich.