Werkseitige Herstellung von Hauselementen
Aus digitalen Werkplänen entstehen Zuschnitte, Tragstrukturen, Beplankungen und komplette Elementaufbauten. Je nach Ausbaustufe werden Dämmung, Installationszonen, Öffnungen für Fenster und Türen oder Teile der Fassadenebene bereits integriert. Die Fertigung ist auf Masshaltigkeit, klare Schnittstellen und transportfähige Bauteile ausgerichtet.
Typische Einsatzbereiche im Holz-Fertighausbau
Eingesetzt wird die Fertigung für Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser, Aufstockungen und Anbauten. Auch modulare Schul-, Büro- oder Unterkunftsbauten nutzen vergleichbare Produktionsprinzipien. Besonders geeignet ist die werkseitige Vorfertigung dort, wo Montagezeiten auf der Baustelle kurz gehalten und witterungsabhängige Arbeitsschritte reduziert werden sollen.
Bauteilarten und Vorfertigungstiefe
Die Bandbreite reicht von offenen Wandtafeln bis zu geschlossenen Elementen mit Dämmung, Bekleidung und vorbereiteten Einbauten. Manche Betriebe fertigen nur die Tragkonstruktion, andere liefern weit ausgebaute Elemente oder komplette Raummodule. Neben Wänden gehören häufig auch Decken-, Dach- und Sonderbauteile zur Fertigung, etwa Treppenkerne, Giebelelemente oder vorgefertigte Anschlussdetails.
Einordnung innerhalb der Sonderfertigungen
Innerhalb der Holzbranche ist die Fertighausbau-Fertigung den Sonderfertigungen zuzuordnen, weil sie auf komplexe, projektbezogene und zugleich serienfähige Gebäudeproduktion ausgerichtet ist. Gegenüber der Holzrahmenbau-Fertigung steht nicht nur das Konstruktionssystem, sondern die Herstellung montagefertiger Hauselemente oder Module im Vordergrund. Von der Fensterfertigung und Türenfertigung unterscheidet sich die Leistung durch den Fokus auf komplette Gebäudehüllen und tragende Bauteile; Holzleimbau-Fertigung liefert dagegen eher einzelne konstruktive Komponenten als ganze Haussegmente.