Bearbeitungsprinzip an drei Werkstückseiten
Diese Maschinen sind auf die gleichzeitige Bearbeitung von drei Seiten eines länglichen Werkstücks ausgelegt. Je nach Ausführung werden Material abgenommen, Kanten geformt oder Profile eingebracht, während das Werkstück durch die Maschine geführt wird. Der Begriff Fräsmaschinen und Kehlmaschinen wird in diesem Zusammenhang verwendet, weil sowohl Profilfräsungen als auch Kehl- und Glättarbeiten in derselben Maschinenkategorie vorkommen.
Typische Werkstücke in der linearen Holzbearbeitung
Eingesetzt werden dreiseitige Maschinen vor allem für Leisten, Rahmenhölzer, Kanteln, Bretter und andere Werkstücke mit durchgehendem Querschnitt. Sie kommen dort zum Einsatz, wo drei Seiten in definierter Lage zueinander bearbeitet werden müssen, etwa bei Profilhölzern, Sichtkanten oder vorbereitenden Bearbeitungsschritten für den weiteren Ausbau. Relevant sind sie insbesondere in Fertigungen mit wiederkehrenden Querschnitten und gleichbleibenden Werkstückgeometrien.
Maschinenausführungen und Bearbeitungsumfang
Dreiseitige Fräsmaschinen und Kehlmaschinen unterscheiden sich unter anderem nach Werkzeuganordnung, Vorschubkonzept, Einstellmöglichkeiten und dem vorgesehenen Bearbeitungsprofil. Je nach Maschine liegt der Schwerpunkt eher auf dem Profilieren, auf der Kalibrierung von Flächen und Kanten oder auf einer kombinierten Bearbeitung. Auch der Grad der Umrüstbarkeit für wechselnde Querschnitte und Seriengrössen ist ein relevantes Unterscheidungsmerkmal.
Abgrenzung zu ein-, zwei- und vierseitigen Maschinen
Innerhalb der Kategorie Fräsen und Kehlen schliessen dreiseitige Maschinen die Lücke zwischen zweiseitiger und vierseitiger Bearbeitung. Gegenüber einseitigen oder zweiseitigen Fräsmaschinen wird eine zusätzliche Werkstückseite im selben Durchlauf bearbeitet. Im Unterschied zu vierseitigen Fräsmaschinen oder vierseitigen Kehlmaschinen bleibt jedoch eine Seite unbearbeitet oder wird in einem separaten Schritt fertiggestellt. Von einspindeligen Tischfräsmaschinen unterscheiden sie sich durch ihre Auslegung auf lineare, mehrseitige Bearbeitung statt auf einzelne, manuell geführte Fräsoperationen.