Was unter Theater verstanden wird
Im Theater werden dramatische oder performative Stoffe in einer szenischen Form aufgeführt. Anders als bei aufgezeichneten Formaten entsteht jede Vorstellung in direkter Wechselwirkung zwischen Ensemble und Publikum. Zur Theaterpraxis gehören neben dem eigentlichen Spiel auch Regie, Bühnenbild, Licht, Kostüm, Dramaturgie und technische Abläufe im Haus.
Typische Spielorte und Programmsituationen
Theater findet in festen Schauspielhäusern, Studiobühnen, Mehrspartenhäusern oder auf temporären Bühnen statt. Gespielt werden Einzelabende, Repertoirevorstellungen, Premierenserien, Gastspiele oder saisonale Programme. Je nach Ausrichtung richten sich Produktionen an Erwachsene, Familien, Schulen oder ein spezifisches Fachpublikum.
Formate innerhalb des Theaterangebots
Zum Theaterangebot zählen unter anderem Schauspiel, Komödie, Tragödie, Stückentwicklungen, Figurentheater, Improvisationstheater sowie Kinder- und Jugendtheater. Manche Häuser arbeiten mit festem Ensemble, andere mit projektbezogenen Produktionen oder Gastcompagnien. Auch die Grösse variiert deutlich, von kleinen Off-Bühnen bis zu institutionell geführten Stadttheatern.
Abgrenzung zu Oper, Kino, Konzerten und Festivals
Theater unterscheidet sich von der Oper dadurch, dass nicht der gesungene musikalische Vortrag im Vordergrund steht, sondern das szenische Spiel und der Text. Gegenüber dem Kino ist Theater stets eine Live-Aufführung ohne filmische Aufzeichnung als Hauptmedium. Konzerte konzentrieren sich auf musikalische Darbietungen, während Festivals mehrere Veranstaltungen oder Sparten innerhalb eines begrenzten Zeitraums bündeln. Ein Freizeitpark ist dagegen eine ortsgebundene Freizeitanlage und keine Bühnenkunstform.