Was einen Segelflug ausmacht
Ein Segelflug beginnt in der Regel mit einer Starthilfe, etwa durch Flugzeugschlepp oder Windenstart. Nach dem Ausklinken fliegt das Segelflugzeug ohne Antrieb weiter. Charakteristisch sind ein ruhiger Flugverlauf, direkte Reaktionen auf Luftbewegungen und eine starke Abhängigkeit von Wetter, Thermik und lokalen Geländeverhältnissen.
Typische Formen von Segelflug-Erlebnissen
Im Freizeitbereich kommen vor allem Einführungs- und Passagierflüge vor. Je nach Angebot steht entweder das ruhige Gleiten im Vordergrund oder das Erleben von Thermik und Höhengewinn. Die konkrete Flugdauer lässt sich meist nicht starr festlegen, weil sie von Wind, Wolkenentwicklung, Thermik und betrieblichem Ablauf am Flugplatz abhängt.
Rahmenbedingungen am Flugtag
Segelflüge finden von Flugplätzen oder Segelfluggeländen aus statt und setzen geeignete Wetterbedingungen voraus. Vor dem Start gehören eine kurze Einweisung, die Abstimmung zum Sitzplatz und die Sicherheitskontrolle des Fluggeräts zum üblichen Ablauf. Ob ein Flug durchgeführt, verkürzt oder verschoben wird, hängt insbesondere von Sicht, Wind und der allgemeinen Flugsituation ab.
Abgrenzung zu anderen Flugerlebnissen
Segelflüge unterscheiden sich von Flugzeugflügen und Helikopterflügen durch den Verzicht auf Motorflug während des eigentlichen Flugs. Im Unterschied zu Ballonfahrten wird die Flugbahn aktiv gesteuert, auch wenn Wetter und Aufwinde den Verlauf mitbestimmen. Gegenüber Gleitschirmflügen und Deltaflügen erfolgt der Flug in einem geschlossenen oder teilgeschlossenen Luftfahrzeug mit Cockpit, nicht mit einem getragenen Fluggerät. Anders als Fallschirmsprünge zielen Segelflüge auf das Flugerlebnis selbst und nicht auf den Absprung mit freiem Fall.