Was Hypotheken im Privatbereich umfassen
Eine Hypothek ist eine langfristige Immobilienfinanzierung, die durch ein Grundstück oder eine Liegenschaft abgesichert ist. Finanzierungsgeber prüfen dabei neben dem Objekt auch Einkommen, Vermögen und bestehende Verpflichtungen der privaten Kreditnehmenden. Im Unterschied zu allgemeinen Darlehen ist die Finanzierung direkt an die Immobilie und deren Belehnung gebunden.
Typische Anwendungsfälle bei privaten Immobilien
Hypotheken werden vor allem für den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum, für Neubauten sowie für den Kauf von Renditeobjekten im Privatvermögen eingesetzt. Ebenfalls relevant sind Anschlussfinanzierungen, wenn eine bestehende Laufzeit endet, sowie Finanzierungen im Zusammenhang mit grösseren Umbauten oder werterhaltenden Massnahmen. Welche Nutzung und welcher Zweck finanzierbar sind, hängt von Objekt, Tragbarkeit und Belehnung ab.
Übliche Hypothekarformen und ihre Ausprägungen
Im Privatgeschäft kommen vor allem Festhypotheken, variable Hypotheken und geldmarktnahe Modelle wie SARON-Hypotheken vor. Festhypotheken arbeiten mit einem für eine bestimmte Laufzeit festgelegten Zinssatz, während geldmarktnahe Modelle periodisch angepasst werden. Variable Hypotheken sind offener ausgestaltet, aber heute je nach Anbieter weniger verbreitet. Zusätzlich unterscheiden sich Hypotheken nach Laufzeit, Amortisationsregelung und nach der Frage, ob eine einzelne oder mehrere Tranchen kombiniert werden.
Abgrenzung zu Krediten innerhalb von Finanzieren
Innerhalb der Leistung Finanzieren beziehen sich Hypotheken auf Immobilien und setzen eine dingliche Sicherheit voraus. Kredite für Privatpersonen sind dagegen häufig nicht an ein bestimmtes Objekt gebunden und werden für andere Zwecke wie Konsum, Liquidität oder kurzfristigere Finanzierungen genutzt. Diese Abgrenzung ist wesentlich, weil Laufzeiten, Sicherheiten, Prüfungen und die Verwendung des Kapitals unterschiedlich ausgestaltet sind.