Wie Lärmschutzwände Schall abschirmen
Eine Lärmschutzwand unterbricht die direkte Schallausbreitung zwischen Emissionsquelle und schutzbedürftigem Bereich. Die Wirkung hängt unter anderem von Höhe, Länge, Position, Fugendichtheit und der Ausbildung der Oberfläche ab. Je nach Aufbau kann eine Wand Schall vor allem abschirmen, teilweise absorbieren oder Schallreflexionen gezielt begrenzen. Für die Planung ist deshalb nicht nur das Material relevant, sondern die gesamte Anordnung im Bezug zur Geräuschquelle und zum zu schützenden Bereich.
Typische Einsatzorte im Hochbau und Ausbau
Lärmschutzwände werden im Gebäudeumfeld eingesetzt, wenn offene Aussenflächen oder technische Bereiche vor Lärm geschützt werden sollen. Typische Anwendungen sind Abschirmungen bei Anlieferungen, Parkierungsanlagen, Wärmepumpen, Lüftungsgeräten, Notstromanlagen, Müllsammelstellen oder Aufenthaltsbereichen im Freien. Auch bei Wohnüberbauungen, Schulen, Gewerbebauten oder Mischnutzungen kommen sie dort zum Einsatz, wo der Schallschutz nicht allein über die Gebäudehülle gelöst werden kann.
Bauarten, Materialien und konstruktive Ausführung
Lärmschutzwände können freistehend, auf bestehenden Bauwerken montiert oder in Einfriedungen und Umgebungsanlagen integriert sein. Verbreitet sind Konstruktionen aus Metall, Holz, Beton, Glas oder materialkombinierten Systemen mit schallabsorbierenden Füllungen. Transparente Elemente werden eingesetzt, wenn Sichtbeziehungen erhalten bleiben sollen; geschlossene Systeme eignen sich, wenn vor allem Abschirmung und Robustheit im Vordergrund stehen. Konstruktiv sind unter anderem Fundamentierung, Windlasten, Entwässerung, Anschlüsse an angrenzende Bauteile und dauerhafte Dichtheit relevant.
Abgrenzung zu Lärmschutzfenstern und Schallschutz Fensterläden
Innerhalb der Leistung Lärmschutz und Schallschutz gehören Lärmschutzwände zu den aussenliegenden Abschirmmassnahmen im Freiraum oder an offenen Zonen. Lärmschutzfenster und Schallschutz Fensterläden setzen dagegen direkt an der Gebäudehülle an und beeinflussen vor allem den Schallschutz geschlossener Innenräume. Eine Lärmschutzwand ist daher keine Alternative zu einem akustisch unzureichenden Fensteraufbau, sondern eine eigenständige Massnahme mit anderem Wirkprinzip und anderem Einsatzbereich.